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China

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fabianpickel

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Das Leich del MitteAugust 2011 -- Mao, Konfuzius, Jackie Chan. Flühlingslollen, Tiananmen-Massaker, Ching-chang-chong - was übrigens erwartungsgemäß keinen Sinn ergibt: Man muss kein Sinologe sein, um mir mangelnde China-Kenntnisse zu attestieren.So war dann die Einreise in die Volksrepublik auch die Fahrt ins Unbekannte, gewissermaßen die letzte Bastion der Exotik. Meine jahrelange Ignoranz gegenüber China wurde nun also mit gespannter Erwartung belohnt.

China

CHINA (Stand 08/2011)RouteZhangmu (aus Nepal) - Lhasa - Bayi - Deqen - Lijiang - Dali - Puer - Simao - Menglun - Mengla - Mohan (nach Laos)Einreise über Grenzübergang Kodari/Zhangmu (aus Nepal)Die Anfahrt zum Grenzübergang ist auf nepalesischer Seite oft durch Erdrutsche blockiert oder nur mit Allradfahrzeugen passierbar (Abschnitt Barabise-Kodari). Im Grenzort Kodari gibt es Unterkünfte, einen großen und vollen LKW-Parkplatz (Schlamm), Restaurants und eine Bank. Der Grenzübergang öffnet um 8 Uhr nepalesischer Zeit. Die Grenzlinie auf der Friendship Bridge darf erst überfahren werden, wenn der chinesischen Seite alle Papiere vorliegen und der obligatorische Führer präsent ist. Im chinesischen Grenzort Zhangmu gibt es Geschäfte, Restaurants, Mobilfunk-Shops, eine Tankstelle, internationale Geldautomaten und eine Bank (nepalesische Rupien werden nicht akzeptiert). Geldwechsel auf der Straße ist zu einem ungünstigen Kurs problemlos möglich. Landkarten und Reiseführer, die Tibet oder Taiwan nicht explizit als Teil Chinas bezeichnen, werden bei der Einreise vernichtet. Auf den ersten 75 Streckenkilometern werden über 5000 Höhenmeter erreicht (Gefahr von Höhenkrankheit).Ausreise über Grenzübergang Mohan/Boten (nach Laos)Problemlose und korrekte Abwicklung, Zeitaufwand für die gesamte Passage inkl. Abschluss einer Kfz-Haftpflicht für Laos: ca. zwei Stunden. Für die Einreise nach Laos ist der Ausreisestempel im China-Visum erforderlich. Auf chinesischer Seite Tankstellen, Geldautomaten, freilaufende Geldwechslerinnen, Geschäfte, Restaurants. Auf laotischer Seite wenige Kilometer hinter der Grenze einige Restaurants und eine Tankstelle.StraßenRechtsverkehr (Ausnahme Hongkong), sehr diszipliniert. In Tibet und Yunnan ist der Straßenzustand grundsätzlich gut, teilweise sehr gut. Die G214 ist vor Markham auf 160 km Länge sehr schlecht (Piste über mehrere 5000er-Pässe, durchgehend Baustelle, teilweise einspurig), bei Trockenheit aber auch ohne Allrad befahrbar. Im weiteren Verlauf zwischen Deqen/Dechen und Shangri-La (Zhongdian) ist ein rund 100 km langes Teilstück in Bau, gegenwärtig katastrophaler Zustand (teilweise einspurig, steil, uneben, unbefestigt, Erdrutsche, Steinschlag). Im Winter (Oktober bis Mai) außerdem Schnee. Die schlechten Abschnitte sind derzeit in Bau, d.h. in zwei Jahren rollt man hier vermutlich über Asphalt.Auf Autobahnen und Fernstraßen wird Maut erhoben. Motorrädern ist das Befahren der Autobahn verboten. Die Traglast der Brücken ist teilweise mit 10t angegeben, aber bei uns gab es auch mit einem 19t-Fahrzeug keine Probleme. Für Fahrzeuge höher als 3,75 m könnte es eng werden (Felsvorsprünge). Gelegentlich Radarkontrollen („Starenkästen“, Laserpistole). An jeder wichtigen Kreuzung sowie an den Ein- und Ausfallstraßen aller größeren Ortschaften wird jedes Fahrzeug fotografiert.KraftstoffDiesel und Benzin sind immer erhältlich, meist gibt es Sommer- und Winterdiesel („0#“ bzw. „-20#“) sowie Benzin mit 90 Oktan (Preis: ca. 0,75 EUR), 93 Oktan (Preis: ca. 0,80 EUR) oder 97 Oktan (Preis: ca. 0,85 EUR). Das Tankstellennetz ist zum Teil nicht besonders dicht. Nur Barzahlung.CampingV.a. an der G318 im Osten Tibets ist es über lange Strecken unmöglich, geeignete Übernachtungsplätze zu finden (keine ebenen Flächen, schmale Bergstraßen, Hangrutschen, Steinschlag, keine Parkplätze). Die Nähe von Militär- oder Polizeieinrichtungen sollte gemieden werden, ansonsten problemlos. Einige Stellplatztipps finden sich in meiner Stellplatzliste.SonstigesChina ist auf ausländische Individualreisende mit dem eigenen Fahrzeug nicht vorbereitet. Die Bürokratie ist ineffizient, die örtlichen Beamten oft überfordert und nicht in der Lage, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Der Aufwand bei der Zoll- und Einreiseabwicklung ist enorm und will bezahlt werden. Man benötigt chinesische Fahrzeugpapiere, chinesischen Führerschein (dafür Sehtest und kurze Belehrung, man achte auf die korrekte Führerscheinklasse), chinesische Nummernschilder, chinesischen TÜV, chinesische Kfz-Versicherung, umfangreiche Zolldokumente, Sondergenehmigungen für Tibet, zusätzliche Genehmigungen für die Grenzregionen Tibets sowie einen offiziellen tibetischen/chinesischen Reisebegleiter. Bei Aufenthalten von mehr als 15 Tagen wird eine Fahrzeugsteuer erhoben, deren Höhe sich nach dem Fahrzeugwert bemisst. Besonders problematisch wird es, wenn die Reise durch Tibet gehen soll. Das Grenzprozedere in Zhangmu hat fünf Tage gedauert. An einer organisierenden Agentur führt kein Weg vorbei. Sie braucht mindestens zwei Monate Zeit, um die nötigen Papiere zu organisieren. Ich kann eine Agentur sowie einen Guide vermitteln.An jeder Ecke wimmelt es vor Überwachungselektronik (Videokameras, Gesichtserkennung, Bewegungssensoren). Das Einloggen in offene WLAN-Netze funktioniert selten. Facebook, Twitter und YouTube sind gesperrt, der Internetverkehr wird überwacht. Viele Geldautomaten akzeptieren Kreditkarten, gelegentlich auch EC-Karten.Tibet & HöhenproblemeEs muss im Konvoi gefahren werden, Checkpoints. Die Höhenlage bedeutet neben der körperlichen Belastung auch Einbußen bei der Motorleistung und technische Fehlfunktionen (Laptop, Standheizung, Kühlschrank, Bremskraftverstärker). Vakuumverpackungen, Isolierverglasungen und geschlossene Tanks (WC!) können platzen oder reißen, also gelegentlich Druckausgleich herstellen. Vor allem Dieselmotoren erzeugen z.T. erhebliche Abgasfahnen.Wasser kocht auf 4000m bereits bei ca. 85°C (d.h. auch Kühlwasser bei normaler Betriebstemperatur), das Garen/Kochen dauert ohne Schnellkochtopf erheblich länger, Nudeln werden nicht gar.Hier der Reisehinweis des Auswärtigen Amtes.

Vier deutsche Autos durch China rollen zu lassen, das scheint den halben Staatsapparat zu beschäftigen. Fünf Tage warte ich mit meinen Konvoi-Kollegen in einer idyllischen Kurve, bis der letzte Schlagbaum aufgeht.Bis dahin dürfen wir die ersten Flühlingslollen zwar essen, doch da Jackie Chan wohl grade bei Konfuzius im Büro sitzt, bekommen wir auch viel bürokratisches Ching-chang-chong zu hören. Am Ende ist der Papierkram-Stapel zehn Zentimeter dick. Das ist natürlich nicht genug, aber es reicht für die ersten Kilometer.

Ohne Konvoi wäre der China-Transit unbezahlbar, es bedeutet allerdings auch so ziemlich das Gegenteil von Reisefreiheit: Ein obligatorischer Führer überwacht die Einhaltung des engen Zeitplans und der exakten Route. Wer aber auf dem Landweg nach Südostasien will, dem bleibt keine Alternative, denn Myanmar ist für westliche Individualreisende geschlossen.

Die gut drei Wochen in China haben bisweilen Rallye-Charakter. Es geht mehr als dreitausend Kilometer über zahlreiche 5000er-Pässe durch gigantische Gebirgslandschaften. Staubige Pisten, zwanzig Räder, ölverschmierte Körper, vier Teufelskerle und ihre Maschinen.Okay, okay, zwei Copilotinnen sind auch dabei. Und wie zur Belohnung gibts am Ende auch ein Stück Autobahn.Die Schönheit der Natur zieht häufig nur am Fenster vorbei - und ist doch unerreicht. Leider beschränkt sich der Kontakt zur einheimischen Bevölkerung oft auf die Essenszeiten und gelegentlichen Smalltalk. Bis auf einen Busfahrer, der mit dem Schwert auf mich losgeht, machen Tibeter wie Chinesen einen höflichen und freundlichen Eindruck.

TibetPeking betrachtet Tibet als integralen Teil Chinas, während die Tibeter sich von der Volksrepublik besetzt fühlen. Die 1951 zugesicherte Religionsfreiheit und politische Autonomie erwiesen sich als leere Versprechungen. Während der Kulturrevolution wurden religiöse wie kulturelle Einrichtungen zerstört und der Status des Dalai Lama mit Füßen getreten. Bis heute beantwortet die chinesische Regierung den grundsätzlich gewaltlosen Widerstand der Tibeter (Demonstrationen, Selbstverbrennungen) mit Gewalt, Einschüchterung und Unterdrückung. Jeder Tibeter scheint den Sicherheitskräften grundsätzlich verdächtig.

Viele Klöster sind bestenfalls noch baulich intakt, die wenigen verbliebenen Mönche werden rund um die Uhr überwacht. In ihren orangen Kutten dienen die kahl geschorenen Geistlichen oft nur mehr als Farbkleckse auf den Schnappschüssen der Touristen.

Über der tibetischen Hauptstadt Lhasa thront wie ein Koloss der Potala-Palast. Durch den einstigen Sitz des Dalai Lama zieht eine endlose Touristenkarawane. Peking macht ordentlich Kasse mit einer Kultur, die die Regierung gleichzeitig aktiv ausrottet.

Zwar bringt der chinesische Einfluss auch z.B. eine bessere Infrastruktur mit sich, doch profitieren davon hauptsächlich Chinesen. Dem tibetischen Viehzüchter nützen weder Wasserkraftwerke noch Glasfaserkabel, auch mit Schnellstraßen kann er nur bedingt etwas anfangen. Für Chinas Wirtschaft hingegen erschließen sich so neue Absatzmärkte. Traditionelle zweistöckig gemauerte Häuser der Tibeter weichen einfachen chinesischen Klötzen, die bereits vielerorts das Straßenbild dominieren.

Landschaftlich ist Tibet schwer zu übertreffen. Das „Dach der Welt“ liegt auf durchschnittlich 4500 Metern und besteht aus einer weiten, kargen Ebene, im Süden begrenzt von den höchsten Gipfeln der Erde. An ihnen regnet sich jeder Tropfen ab, den der Monsun vom indischen Ozean heran treibt. Tibet ist deshalb sehr trocken, der Himmel sehr blau und die Luft sehr dünn (Nebenwirkungen s.u.).Von Nepal kommend schlängelt sich die Straße binnen kürzester Zeit auf über 5000 Meter Höhe. Vom subtropischen Sommer saftig grüner Himalaya-Täler bis zur Schneefallgrenze inmitten einer kahlen Mondlandschaft sind es keine 75 Kilometer. Anschließend düsen wir einige Tage geradezu gen Osten, wo es langsam abwärts geht. Berge und Täler nehmen hier ungeahnte Dimensionen an, sodass sich selbst eine einzige Passüberquerung (mit dem Auto!) als ambitioniertes Tagesziel entpuppt. Unsere Fahrzeuge kriechen trotz kräftiger Motoren wie Ameisen die Hänge hinauf. Wir winden uns durch bis zu 150 Haarnadeln täglich und fühlen uns sehr, sehr klein - inmitten einer monumentalen Naturkulisse.

YunnanDie Provinz im äußersten Süden Chinas wirkt landschaftlich weniger wild als Tibet. Das Klima ist milder, die Landwirtschaft offensichtlich ertragreicher. Die Dörfer ähneln sich oft: eine schnurgerade breite Hauptstraße, ein Markt, einfache Betonklötze. Insgesamt wirkt dieser Teil chinesischen Kernlandes damit auch wesentlich weniger exotisch als erwartet.

Lijiang und DaliDie beiden Städte sind mit jeweils rund einer Million Einwohnern für chinesische Verhältnisse nicht viel mehr als Provinzhauptstädte. Die Altstädte sind touristische Highlights dieser Region, ihre Häuser und Pagoden stammen etwa aus dem zehnten Jahrhundert.

Von Sozialismus ist in China wenig zu spüren. Vielmehr scheint die Kommunistische Partei eine Art Kapitalismus süß-sauer zu pflegen. Der Staat investiert riesige Summen in Produktion, Infrastruktur und Bildungseinrichtungen, sodass die Chinesen mangelnde grundlegende Freiheiten mehr oder minder bereitwillig zu akzeptieren scheinen.

Im subtropischen südlichsten Zipfel des Landes verabschiedet sich China mit einem pompösen Grenz-Terminal. Hinter einer großen goldenen Stupa am Grenzübergang Mohan wartet die Demokratische Volksrepublik Laos.

Mao Zedong (Dali/Yunnan)

Die ersten Kilometer, ... (Zhangmu/Tibet)

... dann zur Führerscheinstelle (Shigatse/Tibet), ...

...dann zum TÜV (Shigatse/Tibet).

Abwarten und Teetrinken. Nein, das ist kein Aquarium. (Shigatse/Tibet)

Unser Konvoi: Vier Autos, sechs Personen, zwei Guides (Dali/Yunnan)

Mit Guide Lobsang, Bart, Stefan, Petra, Guide Wang Lun und Uwe. Es fehlt Rowan. (Lhasa/Tibet)

Der Überwachungsstaat blitzt an jeder Kreuzung. Alle. Immer. (Dali/Yunnan)

Höhenrekord: 5267 m (Lhakpa-Pass, nahe Lhaze/Tibet)

Der Berg kommt, Stück für Stück. (nahe Deqen/Yunnan)

Highway im Osten Tibets (nahe Markham/Tibet)

Auch auf 5000m Höhe kann man im Stau stehen. (nahe Markham/Tibet)

nahe Zogang/Tibet

Hängebrücke (nahe Daoban/Tibet)

Petra und Stefan in ihrem 6x6-MAN - ein Reisepanzer deluxe. (nahe Markham/Tibet)

Kloster Ganden (nahe Lhasa/Tibet)

Zusammen vielleicht sieben Jahre in Tibet (Lhasa/Tibet)

Wichtigstes buddhistisches Zentrum Tibets: Jokhang-Tempel (Lhasa/Tibet)

Tashilunpo-Kloster (Shigatse/Tibet)

Versammlungssaal im Ganden-Kloster (nahe Lhasa/Tibet)

Potala-Palast (Lhasa/Tibet)

Jokhang-Tempel (Lhasa/Tibet)

Militärpatrouille (Lhasa/Tibet)

Büste des Tsongkapa im Ganden-Kloster (nahe Lhasa/Tibet)

Ein typisch tibetisches Stadtbild - heute eine Seltenheit (Gyangzê/Tibet)

Viele Holzöfen räuchern die Landschaft ein. (nahe Lhaze/Tibet)

morgens auf dem Friendship Highway (nahe Lhaze/Tibet)

Zicke-zacke (Ganden/Tibet)

nahe Taizhao/Tibet

Hängebrücke 2.0 (nahe Deqen/Yunnan)

Upps. (nahe Markham/Tibet)

Bergdorf (nahe Lhasa/Tibet)

Es blubbert das Kühlwasser...(nahe Shigatse/Tibet)

Zwangspause: Erosion scheint bei Chinas Straßenbaumeistern unbekannt zu sein. Und dann kommt er eben, der Berg. (nahe Benzilan/Yunnan)

Zum Glück versperrt keine Leitplanke die Sicht. (Tigersprungschlucht/Yunnan)

Pagode im Erhai, einem fischreichen See (nahe Dali/Yunnan)

Tabakernte(nahe Lincang/Yunnan)

Fischerin am Erhai-See(nahe Dali/Yunnan)

Touristenattraktion Altstadt (Lijiang/Yunnan)

Kartenspieler im Innenhof (Lijiang/Yunnan)

Traditionelle Häuser (Lijiang/Yunnan)

Skyline, im Hintergrund der Erhai (Dali/Yunnan)

Schilderwald (Dali/Yunnan)

Markt (Mengla/Yunnan)

Plagiate, Rätselhaftes, Hässliches: Einkaufen in China ist anders. (Mengla/Yunnan)

China ist inzwischen so voll: Wenn da ein Sack Reis umfällt, dann liegt sofort ein Chinese drauf. (Mengla/Yunnan)

So sieht eine Flasche auf 1000m ü. NN aus, wenn man sie auf 5000m zugedreht hat. (Mengla/Yunnan)

Kulturlandschaft: Kautschuk- und Reisanbau (nahe Mohan/Yunnan)

Viele Straßen sind einfach eine Schweinerei. (Benzilan/Yunnan)

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