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Indien

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fabianpickel

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März - Mai 2011 -- Indien ist krass. Eine Milliarde Inder verteilen sich auf einer Landfläche, die vielfältiger nicht sein könnte. Zwischen Karakorum im Norden und Cape Comorin im Süden findet sich jede erdenkliche Landschaftsform (arktische Eiswüste mal ausgenommen). Die Inder sind Hindus, Moslems, Sikhs, Buddhisten, Christen, Bahai - und schlagen sich nur relativ selten gegenseitig die Köpfe ein.Arm und Reich leben oft nur einen Steinwurf voneinander entfernt - und das Kastenwesen zementiert die sozialen Unterschiede auf teilweise grausame Art. Zwar schreibt das Gesetz die Gleichbehandlung aller Bürger vor, in der Realität jedoch haben die unteren Kasten kaum Mitbestimmung. Angesichts dessen ist der soziale Frieden im Land erstaunlich: Nur ganz selten mucken die Ärmsten der Armen mal auf, wenn ihnen Unrecht getan wird - oder sie es so empfinden.Den meisten Indern fehlt der Glaube an Staat und Justiz. Sie kümmern sich entweder selbst um vermeintliche Gerechtigkeit (Beispiel folgt) und ihr eigenes Fortkommen oder verfallen in schulterzuckende Lethargie. Am liebsten wackeln sie allerdings mit dem Kopf - das bedeutet tendenziell „ja“, "vielleicht" oder "muss ja". Indische Köpfe scheinen nicht auf der Wirbelsäule zu sitzen, sondern eher auf einem Kugelgelenk.So groß wie die Kluft zwischen Arm und Reich ist folgerichtig auch die Kluft zwischen Ungebildeten und Gebildeten. Millionen von armen Bauern ohne jegliche Schulbildung können trotz harter Arbeit gerade so überleben, weil die Familie zusammenhält. Sie empfinden es als Luxus, einen Ventilator zu besitzen, mit dem Moped zu fahren oder Mineralwasser zu trinken. Gleichzeitig verdienen in den Städten viele gut ausgebildete Fachkräfte in der IT- und Dienstleistungsbranche ihr Geld. Für sie ist es selbstverständlich, mit dem iPad in der Sonne zu sitzen, im klimatisierten Auto durch die Stadt zu kurven und in den Ferien zu verreisen. Sie sind es auch meistens, mit denen man sich auf Englisch unterhalten kann.

Indien

Welcome to IndiaMeine persönlichen Erfahrungen waren durchwachsen. Der erste Inder, den ich nach der Grenze treffe, versucht gleich mal, mich totzuschlagen. Für den Mob ist schnell klar: Wenn es kracht, ist natürlich der reiche Ausländer schuld. Da spielt es auch keine Rolle, dass es der Inder war, der seinen überladenen Roller - mit der ganzen Familie - im Kamikaze-Stil vor meinen Bus gesetzt hatte, bis es ihn unweigerlich zerlegte.Aber auch der zweite Inder, den ich treffe, soll nicht unerwähnt bleiben. Er hat versucht, die Wogen zu glätten und eine hilfreiche Zeugenaussage geleistet. Bedauerlicherweise fehlt es an Fotodokumenten dieser unvergesslichen ersten Eindrücke. Übrigens ist die komplette Motorradbesatzung trotz großer Schreierei unverletzt geblieben.Die meisten weiteren Inder, die ich in den folgenden Wochen treffe, erweisen sich weder als lebensbedrohlich noch als Lebensretter. Einige werden mir als äußerst herzlich, die meisten als extrem neugierig in Erinnerung bleiben.

AmritsarErster Anlaufpunkt für alle Overlander, die aus Europa nach Indien fahren, ist Amritsar.Die Millionenstadt ist das Zentrum der Sikhs, Anhänger einer Glaubensrichtung zwischen Islam und Hinduismus. Sie pilgern zum Goldenen Tempel im Herzen vom Amritsar um ihn zu umrunden - idealerweise schweigend. Aber wie Inder nun mal so sind: Rülpsen, Rumrotzen und Klingeltöne ausprobieren kann man natürlich trotzdem.Der Tempel ist ein überwältigendes Bauwerk, tagsüber wie nachts. Hier stellt sich endgültig das Gefühl ein, in Indien angekommen zu sein. Dazu trägt auch das hervorragende Essen bei.

Auf AchseWer Indien einigermaßen kennen lernen will, der muss große Distanzen überwinden. Inder bevorzugen dabei Bahn oder Bus, denn Autofahren ist teuer. Außerdem passen in einen PKW ja höchstens 25 Inder. Nach den Erfahrungen anderer Reisender bin ich nicht besonders traurig, das Erlebnis "Bahnfahren in Indien“ verpasst zu haben. Auch im Straßenverkehr wird es selten langweilig, oft sogar sehr spannend. Viele Inder fahren, als säßen sie in einem Panzer. Leider tun sie das erstens nicht, und zweitens können sie es nicht, und so sieht man jeden Tag schwere Unfälle. Oft sieht man sie sogar voraus, ganz ohne Kristallkugel. Hat es gekracht, dann heißt die Devise: Nichts wie ab durch die Mitte. Wenn man durchkommt.Nach einem langen Tag am Steuer gibt es nichts Schöneres als einen ruhigen, kühlen Stellplatz in einsamer Natur. Abends sitzt Du gemütlich vor dem Bus, trinkst einen Schluck und horchst in die Stille der Nacht. Am nächsten Morgen weckt Dich... eigentlich gar nichts. Einfach schön.Das gibt's vielleicht in Dänemark, aber sicher nicht in Indien. Ein typischer Übernachtungsplatz sieht hier wie folgt aus: Eine Tankstelle direkt am Highway, es ist sengend heiß. Du öffnest die Türen, hältst die Nase in den Wind, und schnupperst Benzin und Diesel. Dabei lädst Du eine Wolke an Moskitos zum Abendmahl ein und bekämpfst sie Deinerseits mit einer Wolke aus Chemie. Dein diesbezügliches Waffenarsenal umfasst inzwischen acht verschiedene Methoden - von der simplen Klatsche bis zum Killergas, was die Biester einfach von der Decke fallen lässt.Gerade viele Inder auf dem Land haben noch nie einen Ausländer gesehen, geschweige denn ein ausländisches Auto, geschweige denn eines, in dem man wohnen kann. So versammelt sich also oft die Dorfgemeinschaft vor dem Außerirdischen und seinem Raumschiff. Man grabbelt erstmal alles an, setzt sich davor - und glotzt. Mehr passiert meistens nicht. Die Idee der Privatsphäre scheint in Indien schlicht unbekannt. Am nächsten Morgen um halb sechs hämmert dann der Wachmann an Dein Auto. Er will sein Geld und dann Feierabend machen. Es ist wieder sengend heiß. Beim Frühstück denkst Du an Dänemark.

DelhiDie Hauptstadt gliedert sich in das typisch indische, alte Zentrum und das einst von den britischen Kolonialherren angelegte Neu-Delhi.Im Getümmel von Alt-Delhi stehen einfache Häuser dicht an dicht, Menschenmassen wuseln durch die Gassen, diverses Viehzeug vegetiert vor sich hin, Moscheen und Tempel ragen aus dem Häusermeer.Auf den breiten Boulevards Neu-Delhis rauschen dicke Autos zur nächsten Shopping Mall, hinter dichten Hecken und hohen Mauern verstecken sich pompöse Villen. Auch das Regierungsviertel, viele Botschaften und internationale Organisationen befinden sich in Neu-Delhi.

Taj Mahal, AgraDas wohl am meisten fotografierte Gebäude des indischen Subkontinents ist das Monument der Liebe schlechthin: Indiens Herrscher Shah Jahan ließ 1631 europäischen Marmor nach Agra transportieren, um seiner geliebten Frau Mumtaz Mahal ein prächtiges Mausoleum zu bauen - direkt am Yamuna-Fluss. Sie war bei der Geburt ihres 14. Kindes gestorben.So pur und perfekt die äußere Erscheinung des Taj Mahal auch ist, ein Blick ins Innere ist ernüchternd: Außer den Särgen des Bauherrn und seiner Frau herrscht hier gähnende Leere.

Mumbai (Bombay)Im Raum Mumbai tummeln sich über 20 Millionen Einwohner - und viele schaffen es nicht vom Slumdog zum Millionär. Gerade in den ausgedehnten Elendsvierteln sticht das ins Auge. Man durchquert sie auf dem Weg in das touristische Zentrum Mumbais ebenso wie qualmende Industriegebiete und trostlose Satellitenstädte.Am Südende der Halbinsel von Mumbai schlägt das wirtschaftliche Herz Indiens. Im Finanz-, Dienstleistungs- und Medienzentrum des Landes werden Millionen verdient, außerdem strahlt der Bollywood-Glanz weit in das ländliche Indien hinaus - und lockt ebenfalls neue Zuwanderer an.

Downtown Mumbai wirkt aufgeräumt, gepflegt und übersichtlich, die Stadt versprüht eine angenehme Atmosphäre. Auf dem teuersten Grund und Boden ganz Indiens reihen sich Banken, Hotels, Geschäfte und koloniale Relikte der Engländer aneinander. Wer Zeit hat, spielt auf den ausgedehnten Grünflächen Cricket, lässt an der kilometerlangen Uferpromenade die Seele baumeln oder schlendert über den Strand. Wer vielleicht Zeit, aber sonst nichts hat, der sammelt Müll und schläft nachts in einem Bretterverhau an den Bahngleisen oder gleich am Straßenrand.

HampiVor mehr als 600 Jahren war das heute kleine Dorf die Hauptstadt eines indischen Königreiches. Aufgrund seiner gut erhaltenen Tempelanlagen zählt der Ort heute zum Weltkulturerbe. Die Flusslandschaft um Hampi bietet ein stimmungsvolles Bild der Harmonie: Die vom Menschen geschaffenen, imposanten Bauwerke und die natürlichen Granitfelsen fügen sich perfekt in die Landschaft. Sie wirkt wie eine verlassene Filmkulisse.

Hauptdarsteller sind dieser Tage die vielen Affen, die sich die besten Plätze gesichert haben und denen die Affenhitze entsprechend wenig auszumachen scheint.Fortsetzung - Indien Teil 2

Gebirgszug der Western Ghats (nahe Mahabaleswar)

Arbeitersiedlung vor Industrieanlagen (nahe Dhanbad)

Kinoprogramm (Delhi)

Stadtstrand in der Mittagssonne (Mumbai)

Eisenbahnbrücke über den ausgetrockneten Mahanadi-Fluss (Cuttack)

"Hellooo friend! Where come from!?" (Delhi)

Inder sind unglaublich neugierig. Nur Cricket kann sie ablenken (hier beim "Public Viewing" zur WM in Mumbai).

Goldener Tempel bei Nacht (Amritsar)

Schweigen ist in Indien immer relativ (Amritsar)

Echtes Highlight: Goldener Tempel (Amritsar)

Abendsonne nördlich von Kalkutta (nahe Bardhaman)

Alltag auf dem Highway(nahe Vijayawada)

Berufsverkehr (nahe Udaipur)

Die Jungs von "Achtung Security" (Autobahn-Mautstation, nahe Vishakhapatnam)

Indische Staus können Tage dauern (nahe Berhampur)

Typischer Stellplatz (nahe Mau)

Schaulustig (Nautanwa)

Solide beladen (nahe Kalkutta)

Frühstückslektüre: Ein Massaker, ein Hinterhalt, ein Granatenangriff, elf Tote - im Umkreis von 30km (Bokaro)

Übernachtungsplatz (Bokaro)

Stadtverkehr (Delhi)

Präsidentenpalast (Neu-Delhi)

Blick über die Altstadt (Delhi)

unterwegs per Rikscha (Delhi)

Lotustempel der Bahai (Neu-Delhi)

Junge Muslime (Delhi)

Ghandis letzte Schritte (Neu-Delhi)

Connaught Place(Neu-Delhi)

Über Ghandis Traum von Indien wächst langsam Gras (Neu-Delhi)

Taj Mahal (Agra)

Portal zum Taj Mahal (Agra)

Marine Drive, Mumbais Uferpromenade zur Arabischen See (Mumbai)

Einfädeln lassen: Welcome to Mumbai (Mumbai)

Seit 140 Jahren Mumbais Waschküche: Mahalaxmi Dhobi Ghat (Mumbai)

Chowpatty Beach am Abend (Mumbai)

Maschinenwäsche kostet extra. (Mahalaxmi Dhobi Ghat, Mumbai)

Cricketspieler vor der Universität (Mumbai)

Indien wird Weltmeister (Mumbai)

Horniman Circle Gardens (Mumbai)

Bahnhof "Victoria Terminus" (Mumbai)

Fischerboote und -hütten vor Luxusappartments (Mumbai)

Umfahrung für eine verstopfte Stadt: Worli Sea Link (Mumbai)

Achutaraya-Tempel (Hampi)

Tunghabhadra-Fluss (Hampi)

Wo er sitzt, ist oben (Hampi)

Vitthala-Tempel (Hampi)

Garuda-Schrein, Vitthala-Tempel (Hampi)

im Tempel (Hampi)

Felsen und Tempel - typisch Hampi (Hampi)

Rassismus 2.0 an der Kasse (Hampi)



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