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Indien - Fortsetzung

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fabianpickel

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Indien ist nicht nur krass, sondern auch krass groß. Deshalb an dieser Stelle die Fortsetzung.

Indien TEIL 2

GoaVon den Hippies in den 60er-Jahren entdeckt, hat sich die ehemalige portugiesische Kolonie heute größtenteils zu einem Ziel des Massentourismus entwickelt. Die legendären Full Moon-Parties gibt es zwar noch, dem exzessiven Drogenkonsum hat die Regierung indes einen Riegel vorgeschoben. Was bleibt sind Hotelburgen, Diskotheken und Touristen, die halbnackt auf dem Roller durch die Dörfer rasen.Die Goaner nehmen's gelassen. Sie sind auch heute noch mehrheitlich katholisch, Lebensstandard und Durchschnittseinkommen sind höher als in jedem anderen indischen Bundesstaat. Die Straßen sind gut, die Menschen weniger aufdringlich, in den Geschäften gibt es Brot, Käse, Schokolade - nicht nur das macht Goa besonders.Trotz Massentourismus findet sich in Goa auch heute noch in einigen wenigen Buchten so etwas wie das „Paradies auf Erden“. Feine Sandstrände, dahinter saftig grüne Hügel, Sonnenscheingarantie, relative Ruhe. Morgens bullern die Fischerboote hinaus aufs Meer, Affen jagen durch den Wald und klauen sich die Kokosnüsse. Abends kriechen Schildkröten über den warmen Sand, die Palmen wiegen sich sanft im Wind.Hier lässt es sich aushalten. Allerdings sollte man bei der Reiseplanung einen Blick auf die Klimatabelle werfen.

KalkuttaZunächst gilt es einen weiteren Fall von Schlagerbetrug aufzuklären. Paris liegt zwar an der Seine, Kalkutta aber nicht am Ganges. Lasst Euch nichts erzählen.Wie mit keiner anderen Stadt verbindet sich mit Kalkutta ein Bild der Armut und des Verfalls. Tatsächlich bilden die Plastikplanen und wackeligen Verhaue auf dem Bürgersteig eine schier endlose Zeltstadt für Abertausende - und das selbst in den Nebenstraßen im Zentrum. Mittellose Krüppel betteln um einen Happen zu Essen, ganze Familien schlafen zusammengekauert mit den Ratten unter einem „Dach“. Ein kleiner Junge strahlt über das ganze Gesicht als ich ihm einen Snack und eine Cola in die Hand drücke.

Andererseits tut man Kalkutta unrecht, wenn man es nur auf Armut und Elend reduziert. Die Stadt hat trotz allem ihren Charme - und scheint weitgehend zu funktionieren. Auch hier habe ich interessante Begegnungen gemacht, geschlemmt wie ein Weltmeister und ein paar schöne Tage verbummelt. Wegen der erdrückenden, feuchten Hitze habe ich mir ausnahmsweise mal wieder ein klimatisiertes Hotel gegönnt. Wenn man schon mal für 25 Euro die Penthouse-Suite bekommt...

UdaipurVor der Unabhängigkeit Indiens walteten die Maharadschas über ihre Staaten, zuletzt unter britischer Oberhand. Heutige Überbleibsel davon sind zum Beispiel der „Maharaja Mac“-Hamburger - oder auch die Stadt Udaipur in Rajasthan. Seine eindrucksvollen Paläste zeugen von der bedeutungsvollen Vergangenheit, die idyllische Lage an zwei großen Seen verleiht Udaipur einen Charme, dem selbst James Bond nicht widerstehen konnte: Das „Lake Palace Hotel“ inmitten des Pichola-Sees diente 1982 als Drehort für „Octopussy“.

VaranasiMillionen von Hindus pilgern hier an den heiligen Ganges, um sich darin von ihren Sünden rein zu waschen oder einen Angehörigen an den Ufern im Feuer zu bestatten. Als Symbol der Hoffnung und er Erlösung macht der mystische und allmächtige Ganges Varanasi zu einem heiligen Ort. Denn wer hier stirbt, entkommt dem ewigen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt. Wenn das Ende naht, suchen folglich viele Inder diesen Ort auf.Die Nähe des Hindu-Himmels führt in der Gegenwart dazu, dass auf den Straßen von Varanasi die Hölle los ist. Pilger, Händler, heilige aber bemitleidenswerte Kühe und ein paar Touristen schieben sich dicht an dicht durch die Stadt. Am Fluss wird gewaschen, gebadet, gebetet und gestorben.Wer auf Nummer sicher gehen will, der nimmt einen kräftigen Schluck Ganges-Wasser zur Brust. Als Ungläubiger trinke ich allerdings Cola. Die Wiedergeburt kann also kommen.

Incredible IndiaIndien ist ein Erlebnis für alle Sinne, ob es einem nun gefällt oder nicht. Dabei drängt sich der Eindruck auf, Inder müssten irgendwie taub sein.Taub auf der Zunge, denn sie essen Gerichte, die für einen europäischen Gaumen nahezu ungenießbar scharf sind. Taub auf den Ohren, weil sie selbst penetrantes Dauerhupen und exorbitanten Verkehrslärm nicht einmal am Rande wahrnehmen. Taub auf der Nase, weil sie sich auch am brennenden Müllberg und der Kloake mitten in der Stadt nicht stören.Für jeden, der nicht taub ist, bedeutet das im Umkehrschluss: Indien hinterlässt sehr intensive Eindrücke.

Nach gut zwei Monaten in Indien sollte es eigentlich von Bangladesch aus per Schiff nach Malaysia gehen. Da ich jedoch per Internet einen Konvoi gefunden habe, der von Nepal aus durch China nach Südostasien rollen soll, verwerfe ich den ursprünglichen Plan und quere Mitte Mai die Grenze nach Nepal.

Weitere Informationen

INDIEN (Stand 05/2011)RouteWahga (aus Pakistan) - Amritsar - Delhi - Agra - Jaipur - Pushkar - Ahmadabad - Mumbai (Bombay) - Hampi - Panjim - Honavar - Bengaluru (Bangalore) - Chennai (Madras) - Bhubaneswar - Kalkutta - Varanasi - Gorakhpur - Butwal (nach Nepal)Einreise via Wagah Border (aus Pakistan)Problemlos, ca. zweieinhalb Stunden, FahrzeugkontrolleAusreise via Grenzübergang Bhairahawa (nach Nepal)Problemlos, ca eine halbe StundeKraftstoffDas Tankstellennetz ist relativ dicht, Normalbenzin kostet ca. EUR 1,-/L, Super EUR 1,05/L, Diesel EUR 0,70/L.StraßenLinksverkehr, auf mehrspurigen Straßen wird aber meist links überholt. Der Zustand der State Highways und Nebenstrassen ist oft schlecht (Kurven, Schlaglöcher, Bodenwellen, Bremshügel, enge Ortsdurchfahrten). National Highways hingegen sind meist gut.Das Autofahren erfordert höchste Aufmerksamkeit (Tiere, übermüdete Fahrer, Geisterfahrer). Inder zeigen im Straßenverkehr wenig Gefahrenbewusstsein. Viele Fahrer (einschließlich Polizei, Bus- und LKW-Fahrer) beherrschen ihre Fahrzeuge nicht, die Folgen sind Staus und ein sehr hohes Unfallrisiko. Bei Unfällen werden meist alle Parteien bis zum Gerichtsurteil inhaftiert. Aufgrund der Gefahr für Leib und Leben nach einem Unfall (Lynchjustiz) wird zur Fahrerflucht geraten, anschließend sollte man sich bei der nächsten Polizeistation melden. Ein Anhalten oder Hilfeleistung bei Unfällen wird meist als Schuldeingeständnis interpretiert. An den Grenzen zwischen den Bundesstaaten sowie vor Fabriken oder Bahnübergängen kommt es oft zu langen LKW-Staus, die auch den PKW-Verkehr blockieren. Mangels Disziplin dauern Staus meist mehrere Stunden. Indien hat keine Straßenverkehrsordnung. Auf National Highways wird Maut erhoben (Mautstationen, zur Orientierung kann man in der Kategorie Car/Jeep/Van etwa EUR 0,70/100km zu Grunde legen, LKW zahlen ein Vielfaches). Der Verweis auf das deutsche Nummernschild führt jedoch nicht selten dazu, dass die Maut erlassen wird, da die Angestellten das "D" als Diplomatenfahrzeug fehlinterpretieren.Viele indische Städte sind Millionenstädte, besitzen aber die Infrastruktur eines Dorfes (lässt sich übrigens auf weite Teile der sog. Dritten Welt übertragen). Will man nicht wirklich ins Zentrum, sollte man unbedingt Umgehungsstraßen ("Bypass") benutzen, um stundenlangen Stillstand im Getümmel zu vermeiden. Die Anschaffung eines Navigationssystems bzw. entsprechender GPS-Karten kann sinnvoll sein.Straßenzustand im Einzelnen: - Amritsar-Delhi (NH 1): vierspurig, meist gut, fast durchgehend Baustelle- Delhi-Agra (NH 2): vierspurig, viel Verkehr, fast nur durch bebautes Gebiet - Agra-Jaipur (NH 11): vierspurig, gut- Jaipur-Ajmer (NH 8): sechsspurig, sehr gut- Udaipur-Ahmadabad (NH 8): vier- oder sechsspurig, gut, "Ahmadabad Bypass" geht durch die Stadt- Ahmadabad-Vadodara (NE 1): vierspurig, sehr gut- Vadodara-Mumbai (NH 8): vierspurig, akzeptabel, viel Verkehr- Umfahrung Mumbai: Schwierig. Es wird davon abgeraten, nördlich von Mumbai vom NH 8 nach Thane abzukürzen.- Mumbai: Staus einplanen, ansonsten halb so wild- Mumbai-Pune (Super Express Highway): wie der Name schon sagt: Super. Express. Highway.- Pune-Hubli (NH 4 und NH 4A): meistens vierspurig und gut- Hubli-Hospet/Hampi (NH 63): zweispurig, schlecht, viel Verkehr- Dharwad-Panjim: Dharwad-Londa katastrophal, Alnaya-Khanapur-Londa (NH 4A) akzeptabel, Londa-Panjim akzeptabel, östlich von Ponda blockieren LKW vor einer Fabrik den NH 4A (Dauerstau)- Panjim-Karwar-Honavar (NH 17): in Goa gut, in Karnataka akzeptabel, hügelig und kurvig- Honavar-Bangalore (NH 206): bis Sagar z.T. katastrophal, bis Tumkur akzeptabel, bis Bangalore (NH 4) vierspurig, gut- Bengaluru-Chennai (Bangalore-Madras): südliche Umgehung Bangalore und weiter bis kurz vor Chennai sehr gut- Umfahrung Chennai (Madras): zeitraubend, viel Verkehr, geht durch die Stadt- Chennai-Kolkata (Madras-Kalkutta): meist vierspurig, sehr gut, schlechte Abschnitte nahe Guntur (AP) und im südlichen Orissa, Staus an den Grenzen- Kolkata-Varanasi: vierspurig, gut. Varanasi ist zeitaufwändig (Umgehung aber vorhanden)CampingIndien ist kein Camping-Land. Dabei ist es im Wesentlichen die Neugier der Inder, die es nahezu unmöglich macht, einen ruhigen und schönen Stellplatz zu finden. Man ist einfach immer sofort von einer halben Dorfgemeinschaft umringt und muss Interviews geben. Inder klopfen auch gerne morgens um fünf, einfach weil sie sich mal etwas unterhalten wollen. In über zwei Monaten habe ich nur wenige wirklich schöne Plätze gefunden. Sie finden sich in meiner Stellplatzliste. Als akzeptable Stellplätze haben sich außerdem die stillgelegten Reliance-Tankstellen (oft in Verbindung mit Raststätten namens "A1 Plaza") erwiesen. Sie sind meistens leer, eben und asphaltiert, haben quasi keine Laufkundschaft und sind bewacht (ca. EUR 0,75/Nacht, im Voraus zahlen). Reliance-Tankstellen und A1-Plazas zeigt auch das Navigationssystem "mapmyindia".SonstigesIndien ist kein Rechtsstaat, Korruption und Lynchjustiz sind weit verbreitet. Von Polizei und Behörden ist nur bedingt Hilfe zu erwarten. Die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung liegt sehr niedrig. Ausländer zahlen bis zu zwanzigfach höhere Eintrittspreise als Inder. Umgangsformen sowie unsere Vorstellungen von Freundlichkeit und Respekt sind bestenfalls bei Menschen gehobener Bildung verbreitet. Ausländische Besucher erwartet eher grenzenlose Neugier (positiv wie negativ), gelegentlich auch Unverständnis oder Ablehnung. Bei der Reiseplanung sollte man einen Blick auf die Klimatabellen werfen.Hier der Reisehinweis des Auswärtigen Amtes.

Hier geht's zurück zu Indien, Teil 1.

Goa kommt dem Paradies schon sehr nahe... (Agonda)

Unverbaubarer Seeblick (Agonda)

Es gibt sie noch, die schönen Buchten (Agonda)

Portugiesische Stadthäuser aus der Kolonialzeit (Panaji)

Open Air-Kirche (Agonda)

Wo gehobelt wird..., da müssen auch mal die Antriebswellen getauscht werden (Panaji)

Einkaufsviertel (Kalkutta)

Guck mal, Kalkutta! (Kalkutta)

Victoria Memorial (Kalkutta)

Victoria Memorial (Kalkutta)

Gouverneurs-Palast (Kalkutta)

Park Street-Friedhof (Kalkutta)

Straßenszene (Kalkutta)

Alle zehn Minuten muss der Taxifahrer Wasser in seinen Kühler füllen. (Kalkutta)

Immer die Ruhe (Kalkutta)

Im elften Jahrhundert landete dieser riesige, heute versteinerte Fußball auf dem Dach. Seitdem spielen die Inder lieber Cricket. (Kalkutta)

Remember "Octopussy"? Lake Palace Hotel (Udaipur)

Meine Suite. Am nächsten Morgen sollte ich raus, nebenan war die Decke eingestürzt. (Kalkutta)

im Stadtpalast (Udaipur)

Dicke Dinger (Kalkutta)

Stadtpalast (Udaipur)

Varanasi in der Morgensonne (Varanasi)

An den Ghats wird gebadet, gebetet und bestattet. (Varanasi)

Straßenszene (Varanasi)

Abendliche Zeremonie am Ganges (Varanasi)

Tausende verfolgen das Spektakel (Varanasi)

Mollig warm (Varanasi)

Dem Wasser des Ganges werden - je nach Philosophie - wundersame oder gesundheitsschädliche Kräfte nachgesagt. (Varanasi)

Auch hier kann man sich reinwaschen: Der heilige Pushkar-See (Pushkar)

Nasiyan-Tempel (Ajmer)

Nasiyan-Tempel (Ajmer)

Vishnu-Tempel (Pushkar)

Empfangshalle im Roten Fort (Delhi)

Vieles bleibt rätselhaft. Wie dieser Bus. Wer hat ihm diese Farbe gegeben? Was macht ihn zum "Love Man Coach"? (nahe Agra)

im Roten Fort (Delhi)

Rajpath - Indiens Prachtmeile (Delhi)

Wer Indien im Frühjahr bereist, sollte immer einen Pool mit sich führen. Es wird sehr heiß. (nahe Gorakhpur)

Bahnfreunde seien gewarnt: So leer sind die Züge nur, wenn sie nicht fahren. (Mumbai)



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