Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.

HOME WELCOME AKTUELL NEWS ÜBER MICH ABOUT PORTFOLIO WORK Impressum | Disclaimer | Copyright Legals Fernsehen Hörfunk Print Vertonung Web Sonstiges REPORTAGE-REISE THE JOURNEY Anfahrt Prelude Türkei Turkey Syrien Syria Jordanien Jordan Iran Iran Pakistan Pakistan Indien India Indien - Fortsetzung India - continued Nepal Nepal China China Laos Laos Kambodscha Cambodia Thailand Thailand Malaysia Malaysia Singapur Singapore Indonesien Indonesia Indonesien - Fortsetzung 

Indonesien - Fortsetzung

Impressum | Copyright| Datenschutz

fabianpickel

news media stories

Weitere Informationen

INDONESIEN (Stand 09/2012):RouteDumai (aus Malaysia) - Medan - Berastagi - Bukittinggi - Muarabungo - Jambi - Palembang - Muaraenim - Bandar Lampung - Jakarta - Bogor - Bandung - Borobudur - Prambanan - Mt. Bromo - Gilimanuk - Lovina - Bedugul - Denpasar/Kuta - Padangbai - Sekotong - Labuhanlombok - Sumbawabesar - Bima - Surabaya (nach Japan bzw. Chile)Ein- und AusreiseEinreise: per Schiff via Dumai (aus Port Klang, Malaysia). Problemlos, aber zeitaufwändig. Man braucht eigentlich keinen Agenten, sollte aber wissen, wo der Zoll ist. Immigration ist im Terminal der Passagierfähren (erst dorthin).Ausreise: per Flugzeug via Surabaya (nach Tokyo, Japan, kein Problem). Bus: per Schiff via Surabaya (nach Valparaiso, Chile, sehr nervenaufreibend)StraßenLinksverkehr, auf mehrspurigen Straßen wird aber links überholt. Der Zustand ist wechselhaft, auch die guten Straßen sind jedoch meist relativ schmal. Das asphaltierte Straßennetz ist sehr dünn (Ausnahme: Bali und Großstädte auf Java). Die Verkehrsdichte ist auf Sumatra, Java und Bali relativ hoch, östlich davon gering. Auf Sumatra und Java häufig Staus (Disziplinlosigkeit, Baustellen, Unfälle). Der Fahrstil ist unsicher, egoistisch, disziplin- und rücksichtslos, es mangelt an Risikobewusstsein. Auch Lkw- oder Busfahrer beherrschen Ihre Fahrzeuge oft nicht. Verkehrsregeln werden oft missachtet (Ampeln, Vorfahrt, Überholverbote). Fahrerflucht ist verbreitet. Der Verkehrsfluss ist sehr langsam, das Unfallrisiko sehr hoch.Zustand im Detail:Sumatra:Zustand schlecht, Ausbau auch. Oft ist Bautätigkeit erkennbar, aber selbst neue Straßen sind oft kaputt (Schlaglöcher). Die wenigen Hauptverbindungen sind überlastet, endlose Lkw-Kolonnen, keine Ausweichstrecken. Teilweise tagelange Staus, die u.a. zu leeren Geschäften, Restaurants und Tankstellen führen. Rechtzeitig nachtanken.Ost-Sumatra-Highway (Dumai-Medan): gut, aber eng, Lkw-KolonnenTrans Sumatra Highway: am Tobasee (Prapat-Balige) gut, dann erster Abschnitt südlich des Tobasees (Balige-Tarutung-Sipirok) katastrophal, dann von Sipirok über Bukitinggi bis Solok gut. Hinter Solok ein schlechter Abschnitt (aber Baustelle), weiter bis Muarabungo gut, von Muaraenim bis Bandar Lampung akzeptabel.Verbindung Muarabungo-Jambi: schlecht (Löcher, Fahrbahnbelag fehlt, Straße unterbrochen, kaputte Brücken)Verbindung Jambi-Palembang: meist akzeptabel, immer wieder große LöcherVerbindung Palembang-Muaraenim: meist akzeptabel, wenige große Löcher, vor und in Indralaya: DauerstauJava:Zustand v.a. der Hauptverbindungen akzeptabel, Autobahnen (Maut) gut bis sehr gut. Fahrstil etwas disziplinierter, aber hohe Verkehrsdichte und schlechtes Vorankommen.Bali:Zustand gut. Verkehrsdichte im Süden hoch, Straßennetz überlastet. Disziplinierterer Fahrstil.Lombok:Zustand der Hauptstraßen gut, Küstenstraße im Nordosten akzeptabelSumbawa:Ost-West-Highway mehrheitlich gut, geringe Verkehrsdichte. Am Rest wird gebaut, dürfte aber bald fertig sein. Nebenstraßen sehr schlecht.KraftstoffBei der staatlichen Pertamina gibt es nur einen Preis für Benzin („Premium“, geringe Oktanzahl) und Diesel („Solar“, auch „Bio-Solar“): EUR 0,38/L. Bei Shell (einzige Alternative, nur in Ballungsgebieten) kostet der Sprit fast doppelt soviel.- Sumatra: Tankstellen in größeren Ortschaften. Häufig Staus oder Versorgungsengpässe (Benzin und Diesel). In Städten ist die Versorgungslage besser als auf dem Land. LPG nur in Flaschen.- Java: Benzin und Diesel sind immer verfügbar, in Jakarta auch Super.- Bali: Benzin (oft auch Super) und Diesel sind immer verfügbar.- Lombok: Benzin und Diesel sind immer verfügbar, Tankstellen in größeren Ortschaften.- Sumbawa: Gelegentlich Versorgungsengpässe bei Benzin und Diesel, nur wenige Tankstellen (alle am Ost-West-Highway)CampingIndonesien ist kein Camping-Land. Den Einheimischen ist die Idee fremd, man erntet Unverständnis, gelegentlich auch Aggression, weil man für einen Gangster gehalten wird. Die Stellplatzsuche gestaltet sich sehr schwierig. Parkplätze existieren nicht, einsame Nebenstraßen oder Waldwege sind sehr dünn gesät. Meist ist es aber die Neugier der Einheimischen, die die Nachtruhe stört. Einsamkeit ist nicht zu finden. Ich stand oft an Tankstellen, da gibt es zwar Toiletten, es wird aber auch oft die ganze Nacht durch laute Musik gespielt, wozu sich die gelangweilte Dorfjugend grölend vergnügt. Viele Feuer hüllen die Landschaft oft in Rauchwolken. Aus Lärmgründen sollte man (mehr als andernorts bisher) die Nähe von Moscheen meiden. Gelegentlich war es okay, bei der Polizei zu stehen, allerdings muss man dort immer den Pass registrieren lassen und lange Smalltalk machen. Aus Palmöl-Plantagen wird man vertrieben, sofern man entdeckt wird (dort auch Ratten und Schlangen). Etwas entspannter sieht es auf Lombok und Sumbawa aus (weniger dicht besiedelt). Einige Stellplatz-Tipps finden sich in meiner Stellplatzliste.SicherheitEs empfiehlt sich, die Nachrichtenlage zu Tsunamis und Erdbeben zu verfolgen. In Indonesien existiert eine Mob-Kultur (Lynchjustiz). Es wimmelt vor geltungssüchtigen Security-Fritzen. Mit der Polizei hatte ich keine schlechten Erfahrungen. Immer wieder kommt es zu Gewaltexzessen gegen Minderheiten.SonstigesAngeblich besteht Versicherungspflicht für alle Fahrzeuge. Mir wurde aber von einer Versicherung gesagt, Autos älter als neun Jahre seien nicht versicherbar. Hab's dann gelassen, hat auch nie einer danach gefragt.Das Internet ist zensiert, abhängig vom Provider sind einige Seiten gesperrt. Atheismus und das öffentliche Bekunden oder Verbreiten (auch online) derartiger Überzeugungen ist strafbar. Internet-Bandbreiten sind nur in Städten akzeptabel. In Großstädten und auf Bali ist das Mobilfunknetz (Marktführer Telkomsel) meistens überlastet (weder Telefonie noch Datenübertragung möglich). In weiten Teilen des Landes, v.a. in Küstennähe und Städten, funktioniert es nicht oder nur nachts („Overload“) und am ehesten für Telefonie. Gelegentlich Stromausfälle. Das Leitungswasser auf Sumatra, Java und Bali ist lokal stark verschmutzt, bei mir hat sich manchmal die Haut abgelöst. Die Luftverschmutzung erreicht v.a. auf Sumatra ein teils kritisches Niveau. Duschen sind sehr unüblich, meist sogar unbekannt, stattdessen gibt es Wasserbecken und eine Plastikkelle.Die Idee der Privatsphäre scheint unbekannt. Die Menschen sind extrem neugierig und kontaktfreudig. Mit Ausnahme von Bali und entlegenen Regionen im Osten hat man als westlicher Ausländer in Indonesien keine ruhige Minute. Das Preisniveau ist sehr niedrig. Visa-Verlängerungen sind sehr teuer (EUR 100/Monat) und zeitaufwändig. Die Verwaltung/Bürokratie „arbeitet“ ineffizient. Viele Leute sprechen Englisch, Verständigungsprobleme sind selten.Hier der Reisehinweis des Auswärtigen Amtes

Trucking statt CampingSchöne Stellplätze sind in Indonesien kaum zu finden, am ehesten noch auf den Kleinen Sunda-Inseln (Bali und östlich davon). Selbst an vermeintlich einsamen Plätzen wird man oft von wohlmeinenden Einheimischen oder der ansonsten recht nutzlosen Polizei vertrieben: Es wimmele hier überall vor Räubern, Mördern und Terroristen. Typischerweise endet der Tag also an Tankstellen oder Polizeistationen.Urlaubs-Feeling kommt auf Sumatra und Java in freier Wildbahn nur selten auf. Schuld daran sind vor allem Lärm und massive Luftverschmutzung: Spätestens gegen Abend liegen vielerorts beißende Rauchschwaden über der Landschaft, verursacht von unzähligen kleinen und großen Feuern. Irgendwas brennt immer: der Wald, der Müll, das Laub, aber garantiert die Augen. Hinzu kommen ungefilterte Abgase von Fabriken, Lastwagen und Abermillionen von Mopeds. Sogar fernab großer Städte ist wegen der schlechten Sicht bisweilen das Überholen zu riskant.Die Rodungsfeuer auf Sumatra verdunkeln regelmäßig wochenlang den Himmel in ganz Südostasien. Trotz offizieller Proteste der Nachbarländer Malaysia und Singapur, wo wegen des „Haze“ immer wieder Schulen und Flughäfen geschlossen werden müssen, versagt die indonesische Regierung jedes Jahr aufs Neue: Der Urwald brennt um Platz zu machen für Palmölplantagen.

Indonesien TEIL 2

Anarchie auf dem AsphaltIndonesier sind im bisherigen, nicht abschließenden Vergleich die schlechtesten Autofahrer der Welt. Auf Sumatra wird der Bulli von einem Reisebus in den Straßengraben geschoben, nachdem dessen Fahrer sehenden Auges ein Überholmanöver vergeigt hatte. Auf Sumbawa überholt mich ein Minivan und rast dabei mit Tempo 80 in eine Gruppe von Schulkindern - ein unvergesslicher Sound. Mehrmals liegen qualmende Wracks von Fahrzeugen kopfüber neben der Straße, die nur Minuten zuvor im Kamikaze-Stil an mir vorbeigezogen waren.Jeder denkt nur an sich, Disziplin sowie das Konzept von Vorfahrt oder Rücksicht scheinen unbekannt, und entsprechend zäh ist der Verkehrsfluss. Es klingt unmöglich, aber Indonesier haben die Gabe, den Verkehr auch auf der breitesten Schnellstraße zum Erliegen zu bringen - mit nur zwei Mopeds. Das bedeutet: jeden Tag unnötige schwere Unfälle, jeden Tag unnötige Staus, jeden Tag unnötig viel Zeit auf der Straße und insgesamt leider zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens und die schönen Seiten des Landes.

Tidak tajamDiese zwei wichtigen Vokabeln bedeuten: Nicht scharf. Das kann man bei der Bestellung im Restaurant dazu sagen, es bringt aber nichts. Indonesiens Küche erweist sich leider selten als Delikatesse. Es gibt fast immer Reis, Hühnchen, eine Art Spinat, dazu gegrillten, meist schon älteren Fisch. Das meiste davon ist leider ungenießbar scharf. Mit Glück stößt man auf einen Saté-Grill (leckere Fleisch-Spieße). Erstmals ertappe ich mich dabei, im Netz nach Fast Food-Ketten zu suchen - was nur selten von Erfolg gekrönt ist.

Musterbeispiel für islamische Demokratie?So wird Indonesien gerne dargestellt - eine gewagte Behauptung, denn auch wenn sich zweifelsohne eine Wandelung von der Diktatur zur Demokratie vollzogen hat: Recht und Freiheit jedes Einzelnen sind mitnichten garantiert, von Pluralismus ganz zu schweigen. Islamismus und Intoleranz machen sich breit. Christen, Hindus, aber auch Gläubige muslimischer Minderheiten werden bedroht und beschimpft, ihre Gotteshäuser zerstört - unter den Augen von Polizei und Behörden. In der Provinz Aceh bauen Islamisten derweil unter Duldung der Regierung in Jakarta seelenruhig ihre Terrorherrschaft auf - inklusive Sittenpolizei und Umerziehungslagern.

Ihre nächsten ReisemöglichkeitenWegen der australischen Hygienebestimmungen bei der Fahrzeugeinfuhr und der deshalb unkalkulierbaren Kosten entscheide ich mich gegen eine Verschiffung nach Down Under, auch wenn es auf der Karte nur nach einem Katzen- oder maximal Känguruhsprung aussieht. Stattdessen fahre ich den Bus in Surabaya in einen Container. Ziel: Valparaiso, Chile, der südlichste Containerhafen Südamerikas. Das Prozedere entwickelt sich zu einem absoluten Albtraum. Die verantwortlichen Agenten in Surabaya sind zwar guten Willens (das ist sehr viel wert), haben aber keine Ahnung. Eine Zeit lang habe ich das Gefühl, nicht nur eine Menge Geld, sondern auch den Bus mitsamt Inhalt und einem Lebenstraum versenkt zu haben.

Hier geht's zurück zu Indonesien - Teil 1

Während der nervenaufreibenden Organisation des ganzen Desasters stehen mir die Jungs vom Volkswagen Club Surabaya zur Seite, als gehörte ich zur Familie nicht nur mit ihren blitzenden Autos, sondern auch mit Rat und Tat, mit ihrer Präsenz am Hafen, mit ihrer Gastfreundschaft und guten Laune. Ihre Hilfsbereitschaft bleibt unvergessen.Die Zeit der Ungewissheit verbringe ich ohne den Bus an einem lange anvisierten Ziel, was nun angesichts eines relativ günstigen Fluges deutlich näher gerückt war: in Japan.

Platz für Spiritualität ist auch auf E4: Tempel im Supermarkt-Parkhaus (Kuta/Bali)

"Haze": Luftverschmutzung auf Sumatra (nahe Sijunjung)

Auf Achse(nahe Palembang/Sumatra)

Auch der Teddy- und Teppichhändler ist heute unterwegs.(nahe Wanareja/Java)

Rambo versucht den Überblick zu behalten. (Bandung/Java)

Fahrvergnügen pur: Eine Umgehung wär' jetzt super. (nahe Cisarua/Java)

Safety first(nahe Sumberanyar/Java)

Eben noch im Blindflug überholt, jetzt vielleicht schon tot.(nahe Bima/Sumbawa)

Antje will keinen Wackeldackel. (nahe Yogyakarta/Java)

Ladungssicherung ist die halbe Miete. (nahe Panti/Sumatra)

Parkplatznot: Mopeds, Mopeds, Mopeds (Bukittinggi/Sumatra)

Mit einem schönen Auto auf Indonesiens Straßen? Riskant. (Medan/Sumatra)

Mittagessen (Berastagi/Sumatra)

Stinkstiefel mit Stinkfrucht ("Durian", Denpasar/Bali)

An vielen Orten in Indonesien blubbert und brodelt es - wie hier am Vulkan Bromo. (Java)

Blick in den Krater des Bromo (Java)

Was man nicht sieht, ist der Schwefelgestank: Krater des Tangkuban Perahu (nahe Bandung/Java)

Begräbt seit 2006 unaufhaltsam Dörfer: der Sidoarjo-Schlammvulkan(nahe Surabaya/Java)

Katastrophale Folgen: 30.000 Obdachlose, versunkene Fabriken, Verkehrsinfarkt (Schutzwall am Sidoarjo-Schlammvulkan)

An den Hängen des Bromo (Java)

Moschee am Maninjau-See (Sumatra)

Für eine Ehe mit Stern: geschmücktes Hochzeitsauto (Jakarta/Java)

Sicher ist sicher - nicht nur wenn ein Golfplatz in der Nähe ist:

Man geht gerne mit Helm an den Strand. (Bali)

Sandstrand (Mekaki Beach/Lombok)

Was für ein Baum... (Tuktuk, Tobasee/Sumatra)

Ziegentransport (nahe Mojokerto/Java)

Zurück geht es nochmal über Bali: Ulun Danu Batur-Tempel

Verladung oder Verklappung -sehe ich hier den Bus zum letzten Mal? (Surabaya/Java)

Festmahl auf dem Bürgersteig: beim Treffen des "Volkswagen Club Surabaya"

Abflug! (Bedugul/Bali)

Also gut, ausnahmsweise mal ein Sonnenuntergangsfoto (Balangan/Bali)



fabian pickel

news

media

stories