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Jordanien

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fabianpickel

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Januar 2011 -- Das Haschemitische Königreich Jordanien besticht in erster Linie mit grandiosen Wüsten- und Gebirgslandschaften. Die Nahost-Metropole Amman wirkt sehr kosmopolitisch, aber ansonsten eher langweilig. Der „Jordanier im allgemeinen“ macht einen äußerst freundlichen, weltoffenen und marktwirtschaftlich denkenden Eindruck. Das Land ist sehr angenehm zu bereisen.Wie in anderen arabischen Staaten regt sich auch in Jordanien Unruhe: Den Demonstranten geht es im wesentlichen um mehr politische Teilhabe und sinkende Lebenshaltungskosten. Auch wenn König Abdullah Reformen angekündigt und seine Regierung umgebildet hat, wird sich zeigen müssen, ob dem Willen des Volkes damit bereits genüge getan wurde.

Jordaniens Bevölkerung (6,2 Mio.) verteilt sich sehr ungleichmäßig auf die Landesfläche: Fast alle leben im relativ fruchtbaren Westen, allein 2,6 Millionen im Großraum Amman. Das Land ist deutlich kapitalistischer geprägt als sein nördlicher Nachbar Syrien. Es gibt zwar alles zu kaufen, dafür aber kaum einmal etwas umsonst. Die Preise sind relativ hoch, sodass sich auch hier die Frage stellt, wie sich Einheimische einen Großeinkauf oder einen vollen Tank leisten können. Die Hauptdrehscheiben des Handels sind die traditionellen arabischen Souks. Allerdings gibt es auch (landesweit ungefähr zehn) große Supermärkte nach europäisch-amerikanischem Muster - mit ebensolchen Preisen. Die Presse ist so frei wie sonst nirgends im Nahen Osten (was nur relativ betrachtet erfreulich ist). Der Tourismus wird professionell organisiert, man ist auf Ausländer eingestellt. Englisch ist zumindest unter der jungen Stadtbevölkerung weit verbreitet.

In den Wüsten im Süden sowie in Richtung Irak und Saudi-Arabien ziehen Beduinen umher. Immer öfter lassen sie sich jedoch auch nieder, damit sie ihre Kinder in die Schule schicken können. Von ihren Zelten, Viehherden und Dromedaren sollte man sich nicht täuschen lassen: Sie sind keineswegs hinterwäldlerische Primitvlinge. Vielmehr machen sie einen sehr hilfsbereiten, freundlichen und geschäftstüchtigen Eindruck. Fast immer steht neben dem Dromedar heute auch ein Geländewagen, und die meisten dürften über die Aufstellung von Bayern München besser Bescheid wissen als ich. Nicht zuletzt bin ich dankbar, dass einer von ihnen - ohne Gegenleistung oder vorwurfsvolle Miene - meinen Bus aus dem Wüstensand gezogen hat. Erkenntnis des Tages: Der Bus ist zu schwer und zu schwach für weichen Sand. Aber ich hab' das beste Abschleppseil der Welt. Sag nicht ich. Sagt der Beduine. Und der muss es ja wissen.

AmmanDie Hauptstadt ist die zentrale Drehscheibe des Nahen Ostens: Der Krieg im Irak hat in den letzten Jahren hunderttausende Flüchtlinge über die Grenze getrieben. Außerdem stellen die Palästinenser fast 60 Prozent der Bevölkerung. Sie haben sich teilweise mit der Situation arrangiert, teilweise leben sie seit 30 Jahren wie auf Abruf in Flüchtlingslagern, die von regulären Stadtteilen kaum mehr zu unterscheiden sind.Schließlich ist Jordanien auch das einzige arabische Land mit diplomatischen Beziehungen zu Israel, wozu es außenpolitisch eine dicke Haut braucht. Jerusalem liegt nur 80 Kilometer entfernt. Touristisch ist Amman - von seiner Zitadelle und einigen römischen Ruinen abgesehen - relativ uninteressant: Die Stadt ist zwar auf mehreren Hügeln schön gelegen, das Stadtbild aber ist fast ausnahmslos geprägt von modernen Klötzen.

AqabaDie Stadt am Roten Meer ist Jordaniens einziger Hafen, Freihandelszone und gleichzeitig ein sonniges Ziel des All-Inclusive-Tourismus. Die Hauptsehenswürdigkeiten der Region sind der höchste Fahnenmast der Welt und die Unterwasserwelt des Roten Meeres (Korallen, exotische Fische). Zwischen Containerterminals und farbenfroh qualmenden Industrieanlagen zieht sich auch ein längerer Strandabschnitt in Richtung der saudischen Grenze. Der Mangel an Vegetation lässt allerdings eher Baustellen- als Urlaubs-Feeling aufkommen. Mit den Füßen im Wasser erblickt man von hier aus vier Länder: Saudi-Arabien, Ägypten, Israel - und Jordanien.

Das Tote MeerIm Westen des Landes erzeugt der Salzsee (Salzgehalt ca. 33%) eine ganz eigentümliche Stimmung: Kein Baum, kein Strauch, kein Vogelgezwitscher, keine Boote. Dicke Salzkrusten ziehen sich am Ufer entlang. Auch die Umwelt am tiefsten Punkt der Erde ist absolut tot. Herrlich. Weder stören matschige Algenteppiche, noch muss man befürchten, auf irgendein Vieh zu treten. Nur die Fliegen halten sich wacker. Und: Es stimmt. Man geht beim Baden tatsächlich nicht unter. Ich möchte zwar jetzt nicht (wie manch anderer) behaupten, ich könnte über das Wasser gehen. Aber sogar im Schneidersitz schwimmt man oben, so stark ist der Auftrieb. Allerdings sollte man sich nach dem Bad mit Süßwasser abduschen, denn das Salz zehrt die Haut aus und es bildet sich schnell eine weiße Kruste auf dem Körper.Dank seiner Lage rund 400 Meter unter dem Meeresspiegel, ist es hier auch im Winter immer mindestens 20 Grad warm - in Amman, keine 50 Kilometer entfernt, kann es hingegen Nachtfrost geben. Mir kam der warme Wind sehr gelegen: ein natürlicher Wäschetrockner. Auch die Sonnenuntergänge gewinnen hier dank der dickeren atmosphärischen Schichten an Farbe. Bei Nacht leuchten die Lichter von Jerusalem und Jericho am Horizont.Da hauptsächlich Israel dem Haupt-Zufluss Jordan das Wasser abgräbt, erreicht er nur noch als klägliches Rinnsal das Tote Meer. Folge: Der Wasserspiegel sinkt pro Jahr um etwa einen Meter.

Wadi ArabaDie südliche Verlängerung des Jordangrabens reicht vom Toten Meer zum Roten Meer. Beiderseits der jordanisch-israelischen Grenze ziehen sich zwei Highways durch dieses breite Tal. Was auf der Karte nach 200 langweiligen Kilometern durch Einöde aussieht, erweist sich in der Realität als Abfolge verschiedenster Wüstenformen: Schwemmfächer spülen Geröll aus den Canyons der östlich aufragenden Gebirge. Schier endlose, steinige Ebenen und goldgelb glänzende Sicheldünen wechseln sich ab, durch die hin und wieder Dromedare ziehen.Aufgrund der Grenznähe zu Israel folgt hier ein Militär-Checkpoint auf den nächsten, unter Sonnendächern steht dann meist ein dicker Hummer-Geländewagen mit respektabler Kanone am Straßenrand.Das Prozedere ist (überall) in etwa immer gleich: „Where you from?“ - „Germany.“ - „Ah! Beckembaua! Ha!“ - „Ha! Jaja.“ - „Da Kaisa!“ „Der Kaiser! Ha!“ - „Where going?“ - hier die nächste Stadt einsetzen - „Okay, go. Welcome to Jordan.“ Statt Beckenbauer wird sich auch gerne an Schweinsteiger oder Hitler erinnert. Ob es uns nun gefällt oder nicht: Goethe und Schiller haben eben doch nicht diese internationale Breitenwirkung erzielt.

Wadi RumDas perfekte Wüstenszenario: Eines von mehreren sandigen Tälern, umgeben von gigantischen Sandstein-Brocken. Um die Landschaftsgestalt zu simulieren, nehme man einen Chocolate-Cookie und kratze zwischen den Schoko-Stückchen etwas den Keks raus. Voilá.

PetraInmitten einer atemberaubenden Gebirgslandschaft hat das Volk der Nabatäer vor 2300 Jahren eine weitläufige Stadt errichtet: Theater, Höhlen, Behausungen, Tempel, Gräber, alles riesengroß und zum Teil bestens erhalten. Angesichts dieser perfekten Symbiose aus Natur und Zivilisation verblasst jeder römische Ruinenhaufen. Ausblicke, die einem den Atem stocken lassen, runden das Erlebnis Petra ab.

Angesichts der imposanten Dimensionen, der Weite des Raumes und der absoluten Stille fühlt man sich als Mensch im Wadi Rum einfach winzig. Der nächtliche Sternenhimmel gleicht einer riesigen funkelnden Tapete.Hier finden sich Felszeichnungen aus frühislamischer Zeit, einsame Canyons und bizarre Felsformationen. Und man kann prima mit dem Auto über die Pisten heizen.

Die Bewohner (meist Beduinen) leben hier vom Tourismus (Camping, geführte Touren zu Fuß, zu Esel, zu Jeep oder zu Dromedar), von ihren Tieren (Schafe, Dromedare) oder vom industriellen Phosphat-Abbau.

Da vergisst man beinahe die schamlose Abzocke am Ticketschalter: Ausländer zahlen umgerechnet 60 Euro Eintritt (Tagesausflügler 110 Euro), Jordanier nur einen einzigen.

Von Jordanien aus geht es wieder nach Norden, durch den Osten Syriens und den winterlichen Südosten der Türkei in den Iran.

Nationalflagge (Petra)

Beduine (Wadi Rum)

Der Kings Highway schlängelt sich durch einige imposante Canyons. (Wadi Mujib)

Beduinenzelte(Wadi Mujib)

Tot, aber gut gelaunt: Diese Jordanier sind keine Miesepeter. (Amman)

Blick auf Amphitheater (Amman)

Kumpels (Amman)

Innenstadt (Amman)

Zitadelle (Amman)

Jordanisch-saudischer Grenzübergang am Roten Meer (nahe Aqaba)

Camper-Kolonie am Strand (nahe Aqaba)

Badefreuden am Roten Meer (nahe Aqaba)

Blick auf Israels Ballermann: Eilat (nahe Aqaba)

Desert Highway (nahe En Naab)

Trocknet rasend schnell aus: das Tote Meer (Nordost-Ufer)

Salzkruste im Mondschein, im Hintergrund die Lichter von Jericho/Israel (Nordost-Ufer)

Tiefer kann man nicht mehr sinken... (Totes Meer)

Totenstille am Salzstrand (Nordost-Ufer)

Stellplatz am Toten Meer (Amman Tourist Beach)

Blick ins Wadi Araba (Petra)

Jordangraben (Mt. Nebo)

Von hier aus zeigte Gott Moses das Gelobte Land: Es ist nur ein Katzensprung (Mt. Nebo)

Der Feind lauert überall - und er hat einen Namen: Speadbreaker (Feifa)

Unterwegs im Wadi Araba

Wadi Rum

Die "Sieben Säulen der Weisheit" (Wadi Rum)

Wadi Rum

Diese Spur verläuft im Sande. (Wadi Rum)

Abendsonne (Wadi Rum)

Die letzten Meter Asphalt... (Wadi Rum)

Vollmond (Wadi Rum)

Feierabendverkehr(Wadi Rum)

Wadi Rum

Königswand (Petra)

Königsgrab (Petra)

Ed-Deir-Kloster (Petra)

Schatzhaus (Petra)

Schatzhaus (Petra)

Packesel (Petra)

Alles halb so wild: Stellplatz am überlieferten Sodom und Gomorrha (Safi)

Weitere Informationen

JORDANIEN (Stand 01/2001)RouteAr Ramtha (aus Syrien) - Amman - Totes Meer - Wadi Rum - Aqaba - Amman - Jaber (nach Syrien)Gebühren bei EinreiseZoll EUR 21,-, Visum (30 Tage) EUR 21,-, KFZ-Versicherung (Kleinwagen) EUR 40,-. Bei Einreise mit Diesel-Fahrzeugen (nur zeitlich beschränkt möglich) fällt eine saftige Gebühr an.Gebühren bei AusreiseAusreisesteuer EUR 9,- pro KFZ, EUR 6,- pro PersonKraftstoffDiesel und Benzin (90 und 95 Oktan, verbleit oder bleifrei) überall verfügbar, Benzin (95) kostet EUR 0,90/L. An den wichtigen Highways gibt es moderne Tankstellen, die Kreditkarten akzeptieren.StraßenDer Zustand ist innerorts manchmal holprig, außerorts gut. Nachts wird häufig ohne Licht gefahren. Brachiale Bremshügel.CampingKeine Probleme gehabt. Einige Stellplatz-Tipps finden sich in meiner Stellplatzliste. Sonstiges Häufige Radarkontrollen (Laserpistole). Carnet de Passages für Einreise mit PKW manchmal erforderlich. Einreise mit israelischem Stempel im Pass ist möglich, die Weiterreise in Nachbarländer nicht. Gastronomie ist relativ günstig, Lebensmittel sind relativ teuer. WLAN-Netze sind meist passwortgeschützt, die Bandbreiten sind gering.Hier der Reisehinweis des Auswärtigen Amtes.



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