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Kambodscha

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KAMBODSCHA (Stand 12/2011):RouteAranyaprathet (aus Thailand) - Poi Pet - Siem Reap - Kampong Thum - Kampong Cham - Phnom Penh - Chhuk - Kampot - Sihanoukville - Koh Kong - Khlong Yai (nach Thailand)Einreise via Grenzübergang Aranyaprathet/Poi Pet (aus Thailand)Vor dem thailändischen Grenzterminal lungern Horden von selbsternannten „Visa-Agenten“ rum, einfach ignorieren und direkt bis vor den Schlagbaum fahren. Kambodschanische Visa on Arrival kosten USD 20,-, weitere 100,- Baht werden von den korrupten kambodschanischen Beamten zwar verlangt, es geht aber auch ohne. Carnet wird zwar verlangt, es geht aber im Prinzip auch ohne. Das würde dem Oberfaulpelzzöllner nur zu viel Arbeit machen, deshalb mag er das überhaupt nicht. Büro häufig nicht besetzt, Mittagspause von 11:30 bis 14:30h. Versicherung: keine.Ausreise via Grenzübergang Koh Kong (am Golf von Thailand, nach Thailand)Problemlos, 20 Minuten. Einreise nach Thailand ohne Carnet, Versicherung wurde auch nicht verlangt.StraßenRechtsverkehr, der allgemeine Zustand ist akzeptabel. Die Highways 5 und 6 sind gut, Nebenstraßen oft sehr schlecht. Fahrstil: Undiszipliniert, kaum Risikobewusstsein. Auf dem Highway 4 (entlang der Küste) wird Maut erhoben. Bei Hochwasser werden Straßendämme mit Hütten und Viehställen bebaut, dann geht es relativ langsam vorwärts.Für Motorräder ist das Fahren mit Licht bei Tag verboten, gelegentliche Abzock-Kontrollen v.a. in Sihanoukville.KraftstoffDiesel kostet EUR 0,86/L, Normalbenzin („Regular“) EUR 0,91/L, Superbenzin EUR 0,96/L. Tankstellen gibt es in größeren Ortschaften, Benzin in Plastikflaschen überall.Campingist grundsätzlich nicht bekannt, aber relativ unkompliziert. Mitunter Neugierige. Die Polizei will nicht, dass man sich versteckt. Weite Landesteile stehen v.a. in der Regenzeit unter Wasser. Einige Stellplatztipps finden sich in meiner Stellplatzliste.SonstigesDer US-Dollar wird überall als Zahlungsmittel akzeptiert und im täglichen Zahlungsverkehr verwendet, kambodschanische Riel meist nur bei kleinen Beträgen. Geldautomaten (in größeren Ortschaften) geben bei ausländischen Kreditkarten nur USD aus. Der thailändische Baht wird oft akzeptiert. Englischkenntnisse sind ab und zu durchaus anzutreffen (deutlich häufiger als z.B. in Thailand). Viele Waren sind deutlich teurer als in Thailand. Kambodschaner sind entspannt, aber neugierig. Geisterglaube ist weit verbreitet, d.h. ab Sonnenuntergang hat man meist seine Ruhe. Die Bandbreite von Internetverbindungen ist gering, Strom- und Netzausfälle sind an der Tagesordnung. Mit der Polizei hatte ich keine schlechten Erfahrungen, Schmiergeldforderungen einfach ignorieren.Hier der Reisehinweise des Auswärtigen Amtes

Kambodscha

November - Dezember 2011 -- Nach einer Abkürzung durch Thailand wartet mit Kambodscha erneut eines der ärmsten Länder der Welt.An der Grenze bahne ich mir den Weg zwischen den Bauernfängern hindurch zum Schlagbaum. Der befindet sich inmitten eines riesigen Casino-Komplexes im Niemandsland. Die einstöckigen Grenzbaracken stechen gar nicht mehr ins Auge. Darin sitzen korrupte, faule Beamte und halten die Hand auf. Der Oberzöllner gönnt sich heute eine achtstündige Mittagspause. Als er nach einem „wichtigen Meeting“ am Abend endlich auftaucht, trägt er ein verschwitztes Unterhemd und Jogginganzug. Schlecht gelaunt knallt er schließlich seinen Stempel in meine Papiere. Sie sind zwar längst ungültig, aber egal. So muss er wenigstens keine neuen Papiere ausstellen.

„Ok, you in, Monsieur.“Damit heißt mich Kambodscha so willkommen, wie ich es liebe: Nach Einbruch der Dunkelheit kurve ich durch die chaotischen, unbeleuchteten Straßen eines fremden Entwicklungslandes, auf der Suche nach einem sicheren und ruhigen Stellplatz für die Nacht. Eine Tankstelle außerhalb der trostlosen Grenzstadt Poi Pet erweist sich - mal wieder - als Glücksfall.

Atlantis aus Stein: Angkor WatHauptattraktion Kambodschas ist auch für mich Angkor Wat, die größte Tempelanlage der Welt, erbaut von 120.000 Sklaven (siehe auch Banner-Foto oben). Vom 9. bis 15. Jahrhundert bildete sie das Zentrum der untergegangenen Khmer-Kultur. Deren riesiges Imperium reichte vom heutigen Laos bis nach Malaysia, vom chinesischen Meer bis Thailand.Später geriet Angkor Wat in Vergessenheit. Die französischen Kolonialherren muss der Schlag getroffen haben, als sie die lange vergessene Anlage - wie ein steinernes Atlantis - wieder entdeckten.Unzählige große und kleine Tempel liegen, teilweise im Wald versteckt und überwuchert, in einem Areal nördlich der Stadt Siem Reap. Die Überreste der einstigen Millionenstadt sind relativ gut erhalten und man kann ungehindert darauf herumklettern. Mit einem gemieteten, leider schrottreifen Drahtesel eiere ich in der brütenden Hitze von Tempel zu Tempel.Angkor Wat ist (neben dem Textil-Export) auch die wichtigste Einnahmequelle des Landes, es lockt Rucksack- und Pauschalreisende aus der ganzen Welt an. Entsprechend geschäftstüchtig geht die lokale Bevölkerung inzwischen auf die rund vier Millionen Besucher pro Jahr zu.

Kambodscha heuteIm städtischen Straßenbild der Gegenwart zeigt sich die Armut. Einfache Betonklötze, davor kleine Garküchen, Kinder spielen nackt im Dreck, der Müll ist allgegenwärtig und der Straßenverkehr unfallträchtig. Die internationalen Hilfsorganisationen haben gut zu tun, auf manchen Strecken sieht man mehr Autos ausländischer NGOs als einheimische Fahrzeuge.Da die meisten Kambodschaner jedoch von der Landwirtschaft leben (v.a. Reis), bietet sich auf dem Land ein ganz anderes Bild: Die Siedlungen fügen sich harmonisch in die (im Süden) flache Landschaft. Rund um die einfachen Lehm- und Strohhütten tummeln sich Hühner und Schweine, massige Büffel kämpfen sich mitsamt Pflug durch die Nassreisfelder. In den Dörfern wimmelt es vor Kindern und Jugendlichen. Die jüngsten spielen mit alten Motorradreifen, die älteren optimieren die Lautstärke ihres Sportauspuffs (lauter ist besser).

Land unterLeider stehen während meines Besuchs einige Landesteile unter Wasser. Kambodscha wird von der Flutkatastrophe hart getroffen, unter der auch der Süden von Laos und der Großraum Bangkok (Thailand) zu leiden haben. Obwohl die Regenzeit jedes Jahr die Felder flutet, werden viele Kambodschaner vom Ausmaß der Wassermassen in diesem Jahr überrascht oder wissen nicht wohin. 150 Menschen sterben. Andere retten sich, ihr Vieh und ihre Habseligkeiten oft auf die wenigen Straßen, die meist auf Dämmen angelegt wurden und damit ein paar entscheidende Meter höher liegen.

Schlechte Erinnerungen, aber gute LauneKambodschaner sind, wie ihre nördlichen Nachbarn in Laos, mehrheitlich Buddhisten. Die Menschen, die ich treffe, wirken erst skeptisch, dann neugierig, aber eigentlich immer gut gelaunt. Das ist insofern bemerkenswert, als auch die Kambodschaner ein Leid geplagtes Volk sind. Mit ihren Nachbarn in Laos und Vietnam teilen sie die Minen-Problematik und andere Konsequenzen des Vietnamkrieges. Vor allem jedoch stürzten ab 1975 die Radikal-Kommunisten um Pol Pot das Land ins Verderben.

Die Roten KhmerBei ihrem Einzug in die Hauptstadt feiert die Bevölkerung ihre neuen Machthaber noch - als Befreier, die den ausländischen Mächten USA und Vietnam endlich die Stirn bieten. Wenige Stunden später zeigen sie ihr wahres Gesicht.Ihr wahnsinniges Ziel ist die Erschaffung eines neuen Menschen, einer neuen Agrargesellschaft, in der der Einzelne nur als entrechteter Feldarbeiter seinem Land und der Partei zu dienen hat.Auf dem Weg zu ihrer „Endlösung“ deportieren sie zunächst die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt aufs Land. Sie schließen die Schulen, schaffen das Geld ab, verbieten jegliche Religion. Sie richten Kinder zu Massenmördern ab, machen vor allem Jagd auf mutmaßliche Intellektuelle. In ihrer Paranoia vor Verrätern verüben die Roten Khmer einen der grausamsten Völkermorde der Geschichte. In nur drei Jahren schlachten sie zwei Millionen Menschen ab, ein Viertel der Bevölkerung.1979 marschieren vietnamesische Truppen in Phnom Penh ein, die eine sozialistische Regierung installieren. Mit westlicher Militärunterstützung morden und kämpfen die Roten Khmer aus dem Untergrund 30 Jahre lang weiter gegen die neue, Vietnam-freundliche Regierung. Nur ein einziger Anführer der Roten Khmer wandert für seine Taten ins Gefängnis.

Phnom PenhWer nur auf der Suche nach Schönem ist, der kann sich die Hauptstadt getrost schenken. Es gibt wenig zu sehen, dafür typische Probleme einer Dritt-Welt-Metropole wie Slums, Smog und eine blühende Prostitution. Die Luft steht, dazu ist es sengend heiß. Wer allerdings die Spuren der jüngeren Geschichte verfolgen will, der kommt an Phnom Penh nicht vorbei.

Kontrastprogramm: Vom KZ an den StrandZum Ausklang folge ich einer Empfehlung von Freunden und rumpele mit dem Bus über holprige Wege an einen idyllischen Strand bei Sihanoukville.Hier haben, neben anderen Overlandern, auch Lorenz und Gisela aus Zürich seit einigen Monaten Wurzeln geschlagen. Wir verstehen uns bestens, freunden uns an und ich genieße eine faule und entspannte Zeit am Meer. Das Tagwerk besteht zum Beispiel darin, eine Schaukel weiterzuentwickeln, mit Hündin Paula am Strand Pädophile zu jagen oder abends unter dem Sternenhimmel gemeinsam Filme zu schauen.Am letzten Tag meines Visums folge ich der Küstenstraße nach Westen - in das Königreich Thailand.

Rush Hour (Phnom Penh)

Typische Landschaft (nahe Kampong Cham)

Stoeng Trapeang Rung-Fluss (nahe Koh Kong)

Fischereihafen am Golf von Thailand (nahe Koh Kong)

Wohnhaus am/im Tonle Sap-See (nahe Siem Reap)

Die meterhohen Stein-Gesichter des Bayon-Tempels,...

...der buddhistische und hinduistische Elemente verbindet. (Angkor Wat)

Üblicherweise haben Kambodschaner keine solche dicken Hintern. (Angkor Wat)

In Stein gemeißelte Alltagsszenen: "Galerie" am Bayon-Tempel (Angkor Wat)

Das passiert, wenn man mal ein paar Jahrhunderte kein Unkraut jätet. (Angkor Wat)

Angkor Wat, der Haupttempel einer riesigen Anlage

Ob lebende Gänse,...

Matratzen...

oder Bananen: Das Moped ist der LKW des kleinen Mannes.

Angeln von der Terrasse: Man lebt gern am Wasser. (nahe Siem Reap)

Aber was zuviel ist, ist zuviel. (nahe Phum Kreul)

Einer von nur sechs Überlebenden: Mechaniker Bou Meng hat den Horror aufgeschrieben. (Phnom Penh)

Erinnerung an den Massenmord der Roten Khmer: Schädel von 5.000 Ermordeten im Killing Fields Memorial (Choeung Ek)

Mit Stacheldraht gegen den Suizid: Toul Sleng oder "S-21" war erst Schule, dann Folterzentrum. (Phnom Penh)

14.000 werden in S21 gefoltert und ermordet. (Phnom Penh)

Kinder von mutmaßlichen Regimegegnern wurden an diesem Baum totgeschlagen. (Choeung Ek)

Straßenszene (Phnom Penh)

"Riverside", die herausgeputzte Uferpromenade am Tonle Sap-Fluss (Phnom Penh)

Königspalast (Phnom Penh)

Heute ein beliebter Treff für Jung und Alt: die Schaukel (Otres Beach)

Paula, unser geselliger Superhund (Otres Beach)

Gisela und Lorenz aus Zürich...

...und ihr kleiner Flitzer (Otres Beach)

Trautes (und traumhaftes) Heim für drei Wochen (Otres Beach)



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