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Malaysia

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MALAYSIA (Stand 10/2012, nur Westmalaysia, d.h. ohne Borneo):RoutePadang Besar - Alor Setar - Butterworth - George Town - Taiping - Ipoh - Tanah Rata (Cameron Highlands)- Teluk Intan - Kuala Lumpur - Fraser's Hill - Malakka - Johor Bahru - (Singapur) - Mersing - Kuantan - Kuala Terengganu - Kota Bahru - Sungai Kolok, Narathiwat (Thailand) - Kota Bahru - Taman Negara National Park - Genting Highlands - Kuala Lumpur - Port Klang (Ausschiffung nach Indonesien)Ein- und Ausreise- via Padang Besar (aus Thailand): ca. eine Stunde. Carnet de Passages war zunächst unbekannt. Keine Einfuhr von Fleisch, Obst, Gemüse, Müll.- via Tanjung Piai/SecondLink (aus Singapur): ca. 30 Min., Carnet war zunächst unbekannt. Für die Zufahrt zum Grenzübergang muss Autobahnmaut via Touch'n Go-Karte (keine Barzahlung) gezahlt werden. Die Brücke (SecondLink) ist zusätzlich mautpflichtig, zahlbar nur in Singapur-Dollar.- via Rantau Panjang/Sungai Kolok (aus Thailand): ca. eine Stunde, Carnet war zunächst unbekannt. Auf thailändischer Seite Ausnahmezustand (islamistischer Terrorismus)- via Port Klang (nach Indonesien): Zoll- und Passabwicklung nach Anweisung des Verschiffungs-Spediteurs/Agenten, problemlosStraßenLinksverkehr. Zustand gut, Verkehrsdichte hoch, in Ballungszentren sehr hoch. Freitags ab ca. 13h Verkehrsinfarkt im Klang Valley. Etwas undisziplinierter Fahrstil. Autobahnen mautpflichtig (Mautstationen, ca. EUR 3,-/100km), wofür in seltenen Fällen eine Prepaid-Karte („Touch'n Go“) benötigt wird, z.B. bei Ausreise nach Singapur via SecondLink. Radarkontrollen (Starenkästen, Laserpistole). Mehrfach betrunkene Unfallverursacher gesehen. Verkehrsplanung ist keine malaysische Kernkompetenz (z.T. extreme Steigungen, unmögliche Verkehrsführungen).KraftstoffBenzin und Diesel sind überall immer verfügbar, das Tankstellennetz ist sehr dicht. Preise: Diesel ca. EUR 0,45/L, Super (95 Oktan) ca. EUR 0,47/L, Super Plus (97 Oktan) ca. EUR 0,70/L, Super Plus (100 Oktan) ca. EUR 0,75/L. Offiziell darf an ausländische Fahrzeuge kein (subventioniertes) Superbenzin (95) abgegeben werden (nur Super Plus). Interessiert aber kaum jemanden.Camping... ist grundsätzlich unproblematisch. An einigen Stränden oder Parkplätzen gibt es WCs/Duschen. Einheimische hinterlassen Müllberge. Man sollte die Tierwelt (Ameisen, Termiten, Schlangen) im Auge behalten und auf die fast täglichen sintflutartigen Regenfälle vorbereitet sein (v.a. auf unbefestigtem Untergrund, unter Bäumen, an Flüssen und Berghängen). Tipps siehe Stellplatzliste.SonstigesGeldautomaten nur in Städten. Ganzjährig tropisches Klima, Ausnahme: Cameron und Genting Highlands, Frasers Hill. Unzuverlässiges mobiles Internet (Provider: Maxis). Im Frühjahr evtl. Haze (großflächiger Smog), nichts für Asthmatiker. Verbraucherunfreundliche Geschäftspraktiken (Werbung, Inhaltsangaben, Kostenfallen). Englisch ist in den Städten und an touristischen Orten verbreitet, im Osten und auf dem Land nur wenig. Sicherheit: Mir wurde der Bus geknackt (vor der Midvalley Mega Mall in Petaling Jaya). Habe mich generell sehr sicher gefühlt.Hier der Reisehinweis des Auswärtigen Amtes

Februar - Juni 2012 -- Mit dem Grenzübertritt nach Malaysia betrete ich mal wieder Neuland: Kannte ich den Islam bisher nur aus dem Orient, zeigt er hier sein asiatisches Gesicht. Die Malaien sind islamischen Glaubens. Allerdings machen sie nur gut die Hälfte der Bevölkerung aus. Weitere 30 Prozent sind chinesischer Abstammung, etwa 10 Prozent haben indische Wurzeln. Auch die Spuren der einstigen (portugiesischen, holländischen, britischen) Kolonialherren sind noch vielerorts zu sehen: Tee und Törtchen, Forts und Farmen, Linksverkehr.

Malaysia

Truly Asia?In Malaysia, das sich als das „wahre Asien“ bezeichnet („Malaysia, truly Asia“), finden sich tatsächlich viele Bräuche und Einflüsse aus dem ganzen Kontinent. Das macht es schwierig, bestimmte Dinge als typisch malaysisch zu bezeichnen, führt aber immerhin zu einer großen kulturellen Vielfalt.Sollte man nur ein einziges asiatisches Land bereisen können oder wollen - Malaysia wäre keine schlechte Wahl für einen ersten Eindruck.

Ich genieße vier meist entspannte Monate an Stränden, in Städten, Bergen, Urwäldern. Der Sprit kostet keine 50 Cent, die Straßen sind gut, und so umrunde ich einmal die gesamte malaiische Halbinsel und bekomme einen guten Eindruck von Land und Leuten, von Provinz und Metropolen.Einige Wochen steht der Bus am Strand das Reiseleben in Malaysia kann sehr preiswert, einfach und angenehm sein. Außerdem ergibt sich immer wieder ein Wiedersehen mit bekannten Reisefreunden.

Yum-yumDas Essen ist extrem preiswert, lecker und - dank Chinesen und Indern - auch abwechslungsreich. An der konservativeren, islamisch geprägten Ostküste dominiert die traditionelle malaiische Küche: Reis, Rind oder Fisch, Nudeln, Gemüse, Sojasoße - und viel Öl. In der Weltstadt Kuala Lumpur hingegen kann einem schon mal eine bayerische Brettljause über den Weg laufen. Was sie natürlich erst zur Weltstadt macht.

Kuala LumpurIn „KL“ zeigt sich der Mix der Kulturen am deutlichsten: Moscheen, Tempel, Kirchen und dazu die universalen Kathedralen des Geldes: Banken, Shopping Malls, Wolkenkratzer. Aus der einst schäbigen Bergbausiedlung hat sich eine der wichtigsten Wirtschaftsmetropolen Asiens entwickelt.Als nationales Wahrzeichen erhellen die unverkennbaren Petronas Twin Towers den Nachthimmel über KL. Der Bus parkt im Schatten der Türme. Sein Besitzer schlurft währenddessen durch die Straßen der Stadt, rennt wie ein Berserker schweißgebadet durch den nahen Park oder schlägt sich in der Mall den Bauch voll. Das Leben ist schön.

Das Wetter: wie immerDas Leben mag zwar schön sein, in Malaysia ist es aber vor allem: Heiß und feucht. Die tropische Hitze ist so konstant, dass der Wetterbericht hier gar keine Temperaturen zeigt.Es sind immer 25-35 Grad, fast jeden Abend gewittert und gießt es kräftig. Dazu ist es permanent so dampfig, dass die Luft schlicht gesättigt ist.Für Schimmel, Rost und Ungeziefer ist das prima, für den Reisenden im Auto ist es etwas anstrengend.

„Feel the Ice“Wer wissen will, wie sich 18 Grad anfühlen, der fährt in die Highlands. Ein paar Dörfer auf rund 1500 Meter Höhe werben zwar mit Erdbeeren, Teeplantagen und Spielcasinos, aber die Masse kommt wohl wegen der Temperatur. Viele Malaysier haben eine solche natürliche „Kälte“ noch nie erlebt.Nach Monaten im Dauerdampfbad ist es auch für mich ein unbeschreibliches Gefühl, mal wieder unter einer Bettdecke zu schlafen, eine Laufrunde durch den Bergwald zu drehen und herrlich frische Luft zu atmen. Sofort kommen Erinnerungen an die Heimat auf, und an einen Alltag, in dem man nicht ständig schwitzte. Was man da alles anziehen muss! Pullover! Lange Hosen! Irre.

Malaysia ist MultikultiDas ethnische Gemisch Westmalaysias (anders sieht es auf Borneo aus) ist das Ergebnis langer Kolonialzeit und Einwanderung. Einst herrschten hier Portugiesen, Holländer, Japaner, Briten. Einwanderer aus China und Indien gaben dem Land während der Kolonialzeit ein neues Gesicht. Von den eigentlichen Ureinwohnern der malaiischen Halbinsel ist heute kaum noch etwas zu sehen - sie leben zurückgezogen in entlegenen Winkeln des Landes.Heute dominieren muslimische Malaien (ca. 60%), Chinesen (ca. 30%) und Inder (ca. 10%). Die einen sprechen untereinander Bahasa (Malaiisch), die anderen Mandarin, die letzteren Hindi oder Tamil. Verbindendes Element ist die englische Sprache und der gegenseitige Respekt. Man lebt in toleranter, guter Nachbarschaft, aber die verschiedenen Volksgruppen vermischen sich praktisch nicht. Eine Muslima wird z.B. kaum einen Chinesen heiraten.

Rassismus reloadedDa sich die ethnischen Malaien als eigentliche Einheimische des Landes betrachten (ihre Vorfahren stammen zumindest aus der Region), werden sie massiv positiv diskriminiert: Malaien können leichter studieren oder eine Firma gründen, bestimmte Grundstücke oder Immobilien sind nur ihnen vorbehalten. So sollte ursprünglich das Wohlstandsgefälle v.a. zwischen wohlhabenden Chinesen und den Malaien eingeebnet werden.Kritiker bemängeln (neben der Ungerechtigkeit), diese Politik lade die Malaien dazu ein, sich auf ihren Rasse-Privilegien auszuruhen anstatt sich weiterzuentwickeln. Trotzdem bleiben die Chinesen bis heute wohlhabendste Volksgruppe.Ein indischer Malaysier erklärt mir kopf-wackelnd: Er könne es vergessen, zu studieren, eine Sozialwohnung zu bekommen oder Bürgermeister zu werden. „Der Malaie ist Reis-Bauer. Sein Sohn geht in die Verwaltung, der Chinese in seinen Laden - und der Inder auf die Plantage.“

Gleichzeitig müssen sich Malaien den islamischen Gesetzen unterwerfen: Sie werden automatisch als Moslem geboren, ein Konvertieren ist nahezu unmöglich. Alkohol und Schweinefleisch sind tabu, in manchen Bundesstaaten herrscht Kopftuchzwang für Frauen. Die Sitten-Polizei wacht darüber, dass sich Unverheiratete nicht nahe kommen. Wer z.B. zusammen im Auto erwischt wird, dem drohen Stockschläge und Gefängnis. An getönten Scheiben führt also kein Weg vorbei.

Mit ihrer höflichen und meist respektvollen, aber einladenden Art sind die Malaysier sehr gute Gastgeber. Das lässt sich verallgemeinern, auch wenn sich die Mentalitäten von Malaien, Chinesen und Indern deutlich unterscheiden. Religiöse Fanatiker begegnen mir nicht (aber es gibt sie). Und den Anfängerfehler, (freiwillig und wissend) neben einer Moschee zu campen, begehe ich schon lange nicht mehr.

„Malaysia boleh!“Der Kampfschrei des Landes besagt soviel wie: „Malaysia? Läuft.“ In der Tat läuft hier so Einiges. Malaysia ist kein armes Land: Schulen, Krankenhäuser und Infrastruktur funktionieren, die Wirtschaft boomt wie nirgends sonst in Südostasien. Staatliche Sozialsysteme hingegen gibt es kaum. Dennoch bekomme ich in rund vier Monaten keine bittere Armut zu Gesicht. Nur wenige Orte wirken etwas vergammelt.Auch wenn viele Menschen auf dem Land in recht einfachen Verhältnissen leben, steht neben dem traditionellen Stelzenhaus mindestens ein Motorrad, meist aber ein Auto. Im Raum Kuala Lumpur bricht der Verkehr trotz eines dichten Autobahnnetzes regelmäßig zusammen. Hochhäuser schießen wie Pilze aus dem Boden.Malaysia ist voll eingebunden in die Globalisierung. Aufgrund der niedrigen Produktionskosten ist das Schwellenland ein attraktiver Wirtschaftstandort für Elektronik, Textilindustrie oder Fahrzeugtechnik. Es gibt fast alles zu kaufen. Ich finde Ersatzteile für den Bus, ein paar Sneakers, sogar Goldbären. Und Erwachsene ebenso!

Ökos sind sie nichtEs drängt sich der Eindruck auf, dass der relative Wohlstand des Landes auf Kosten der Umwelt erwirtschaftet wird. Palmölplantagen zerstören riesige Landstriche. Der tropische Regenwald, der einst ganz Malaysia bedeckte, ist zu einem großen Teil für immer vernichtet. Wer durch die die frisch gerodeten Plantagenflächen fährt, der hört kein Urwaldgeziepe mehr, keine Affen, keine Vögel. Palmöl dient als wichtiger Rohstoff für Kosmetik, Nahrungsmittel und so genannte Bio-Kraftstoffe.Malaysische Autos (Marke Proton), Strom und Sprit werden kräftig subventioniert. Energieverschwendung und Umweltverschmutzung sind an der Tagesordnung. Dabei kommen mangelndes Bewusstsein und ein relativ konsumorientierter, fast westlicher Lebensstil zusammen. Das Ergebnis sind schlechte Luft und Müllberge an jeder Ecke.Zu Fuß geht fast niemand. Das mag an der permanenten tropischen Hitze liegen. Aber im Verkehrskonzept der meisten Städte kommen Fußgänger auch einfach nicht vor. Meist gibt es neben den verstopften Fahrbahnen nicht mal Fußwege.

Ein StrandausflugMan fährt - voll klimatisiert - an den Strand, lässt den Motor laufen, öffnet das Fenster nur kurz einen Spalt breit, um seine Fast Food-Verpackungen dem Wind zu überlassen, und nach ein bis zwei Stunden fährt man davon - ohne überhaupt ausgestiegen zu sein. Oft gesehen, nie verstanden.

GrenzerfahrungenIn der Nachmittagssonne des 23. März erreiche ich den Mangrovenwald von Tanjung Piai. 426 Tage nach der Querung des Bosporus bin ich damit am südlichsten Punkt des asiatischen Festlands angekommen. Am Horizont reihen sich hunderte von Schiffen aneinander.Bevor ich bald darauf über die Straße von Malakka nach Indonesien verschiffe, statte ich noch einem anderen Nachbarland einen Besuch ab. Vom malaysischen Johor Bahru aus pendele ich rund zwei Wochen lang täglich über die Grenze in die Republik Singapur.

Anmerkung:Leider wird mir während meines Aufenthaltes in Malaysia u.a. meine heiß geliebte große Digitalkamera aus dem Bus geklaut. Mit ihr sind auch rund 90 Prozent der Malaysia- und Singapur-Fotos verloren, was die etwas bescheidene Bildauswahl auf dieser Seite erklärt.

Junge Malaiin (Kuala Lumpur)

Kek Lok Si, der größte buddhistische Tempel Südostasiens (Georgetown)

Prima-Plätzchen (nahe Cukai)

beim Strandspaziergang (nahe Cukai)

Schön und selten, aber tot: Riesenschildkröte (nahe Cukai)

Moderner malaysischer Cowboy (nahe Mersing)

guter Untermieter: Gecko(nahe Cukai)

Ehemalige Bergbausiedlung an der Ostküste (Sungai Lembing)

Brettljause for 3 pax (Kuala Lumpur)

Britische Kolonialarchitektur: Sultan Abdul Samad Building (Kuala Lumpur)

Chinatown (Kuala Lumpur)

Petronas Twin Towers (Kuala Lumpur)

Beweisfoto (Kuala Lumpur)

Petronas ist der staatliche Mineralölkonzern. (Kuala Lumpur)

Da tut sich nix. (Kuala Lumpur)

Malaysier lieben LEDs.(i-City, Shah Alam)

Einfach viel cooler als der olle Regenwald! (i-City, Shah Alam)

Und blüht so schön! (i-City, Shah Alam)

Teeplantagen in den Cameron Highlands (nahe Tanah Rata)

Auf dem Weg in die Cameron Highlands

Verschnaufpause (nahe Tanah Rata)

Ein Schmetterling, so groß wie ein Vogel (Tanah Rata)

Kühl ist cool: Neubausiedlung (Tanah Rata)

Weiße Malaysier sind eher selten. (Taiping)

Hüttenzauber auf Malaysisch (Genting Highlands)

Christuskirche am Stadthuys (Malakka)

Buddhistische Tempelanlage Kek Lok Si (Georgetown)

Ubudiah-Moschee (Kuala Kangsar)

Hinduistischer Tempel (Georgetown)

Chinesischer Friedhof (Georgetown)

Rainen Wain schenkt sich kain Malaie ain. (Kuantan)

Überfahrt auf die Insel Penang (Butterworth)

Georgetown/Butterworth bei Nacht

Legenden der Landstraße unter sich (Georgetown)

Dorfleben (Sungai Lembing)

Stadtleben (Batu Ferringhi)

böser Untermieter: Termiten (Kuala Terengganu)

Die Straße von Melakka: Ein Viertel des weltweiten Handels passiert diese Schifffahrtsroute (Tanjung Piai)



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